Top-Thema: Ex-Schutz (Gase und Dämpfe)

Ex-Schutz bei Gasen und Dämpfen: Wie Sie Arbeitsprozesse sicher bewerten

Explosionsschutz klingt schnell nach Spezialwissen: Zonen, Explosionsgrenzen, Gerätekategorien und Zündtemperaturen. Für die Gefährdungsbeurteilung beginnt das Thema aber einfacher: Kann bei der konkreten Arbeit ein brennbares Gemisch aus Luft und Gasen oder Dämpfen entstehen – und kann dieses Gemisch entzündet werden?
Psychische Belastung
Werner Böcker

Werner Böcker

07.09.2026 · 6 Min Lesezeit

Ex-Schutz gehört immer dann zur GBU, wenn brennbare Gase, Dämpfe oder leicht flüchtige Flüssigkeiten eingesetzt, gelagert, umgefüllt, verarbeitet, versprüht, erwärmt oder zur Reinigung verwendet werden. Nicht die Zone steht am Anfang. Die Zone ist das Ergebnis der Beurteilung. Am Anfang steht der Blick auf den Arbeitsplatz, die Tätigkeit und die mögliche Freisetzung.

Beginnen Sie dort, wo gearbeitet wird

Der erste praktische Schritt ist die Analyse der Arbeitsplätze und Arbeitsprozesse. Dabei geht es nicht nur darum, welche Stoffe vorhanden sind. Wichtig ist, wie damit gearbeitet wird: Wird ein Gebinde geöffnet? Wird umgefüllt, gesprüht, gewischt, gemischt oder erwärmt? Gibt es offene Oberflächen? Können Leckagen auftreten? Gibt es Gruben, Schächte, Bodensenken oder schlecht belüftete Bereiche?

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