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Stromschlag bei Kirchenfeier ist fahrlässige Körperverletzung

Stromschlag

Hier handelt es sich um ein interessantes Beispiel für eine nicht „nur“ arbeitsschutzrechtliche, sondern sogar strafrechtliche Haftung wegen einer nicht ordnungsgemäß betriebenen elektrischen Anlage. Den Stromschlag-Fall stellte der bekannte Experte Prof. Dr. Thomas Wilrich, Fachanwalt für Arbeitsrecht, vor.

Eine Gruppe von Musikern begleitete eine Feier in einer Kirche von der Empore aus musikalisch. Während eines „Friedensgrußes“ reichten sich dabei zwei der Musiker die Hand und erlitten einen Stromschlag. Als Ursache wurde eine fehlerhaft installierte Steckdose ermittelt, an die die Gitarrenanlage eines der Musiker angeschlossen war.

Haftungsübernahme für diesen Stromschlag

Wer war für den Unfall verantwortlich und musste die Haftung übernehmen? Das Gericht ermittelte eine Pflichtverletzung des Pfarrers, der aufgrund seiner Garantenstellung verpflichtet gewesen wäre, die elektrischen Anlagen in der Kirche regelmäßig auf deren ordnungsgemäßen Zustand überprüfen zu lassen.

Außerdem verurteilte das Gericht den Pfarrer als Hausherrn zu 60 Tagessätzen wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Die Begründung hier: Die zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit hatte den Vorgesetzten des Pfarrers, das Bischöfliche Ordinariat, auf den fehlerhaften FI-Schalter hingewiesen. Das Bischöfliche Ordinariat wies daraufhin den Pfarrer an, die Elektroverteilung sofort von einer Elektrofachkraft überprüfen zu lassen. Dass der Pfarrer dies unterließ, wertet das Gericht als Fahrlässigkeit.

Durch Arbeitsschutz können solche Vorfälle im Betrieb vermieden werden!

Autor: Sabine Kurz

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