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Tag der Ersten Hilfe: Leben retten – aber richtig!

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Tag der Ersten Hilfe

Der Tag der Ersten Hilfe ist ein internationaler Aktionstag. Hauptziel des Aktionstags ist es, die Bedeutung fachgerechter Nothilfe bei Katastrophen sowie Unfällen in den Köpfen der Menschen zu festigen.

    Den ersten Auftritt hatte der Tag der Ersten Hilfe im Jahr 2000. Initiiert wurde dieser bedeutente Welttag von den Rotkreuz- und den Rothalbmondgesellschaften. Fortan findet der spezielle Tag jedes Jahr am zweiten Samstag im September statt. Rot-Kreuz-Organisationen aus über 150 Ländern sowie Assoziierte richten den Aktionstag aus. Der Tag der Ersten Hilfe findet bei der Bevölkerung großen Anklang und wird als sinnvoller Aufklärungstag zelebriert.

    Der internationale Tag der Ersten Hilfe 2019: Bewusstsein wecken für Hilfsbedürftigkeit sowie Notfälle in Deutschland und weltweit

    In diesem Jahr findet der Tag der Ersten Hilfe am 14. September (der zweite Samstag im September) statt. In Deutschland und der Welt berichten Fachkräfte über ihre Kenntnisse bezüglich ordentlich durchgeführter Notfallhilfe und über ihr agiles Handeln bei Katastrophen sowie Notständen. Ziel ist es, das Bewusstsein der Bevölkerung für Notfälle und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu schärfen und die absolute Wichtigkeit von Nothilfe vor den Augen eines dankbaren Publikums herauszuarbeiten. So bietet dieser Tag beispielsweise Einblicke in die Arbeit von Nothelfern.

    Experten zeigen, wie man bei einem Unfall richtig und beherzt reagiert. Themenschwerpunkte sind unter Anderem der richtige Umgang mit dem Erste-Hilfe-Koffer, Herzmassage und das Verhalten Beteiligter vor Ort des Geschehens. Außerdem erfolgen viele praktische Übungen, die einen Ernstfall simulieren. Zusehen, Fragen stellen und mitmachen lautet die Devise des Weltages, der aufklärt, anregt und hilfreiche Lösungen aufzeigt.

    Das Programm dieses Tages richtet sich übrigens an die ganze Familie. Vom Kind bis zum Greis, alle sind herzlich eingeladen, an dem alljährlichen Aktionsfest teilzunehmen, sich zu informieren und dazuzulernen. Für Menschen, die sich vielleicht gerade auf den Führerschein vorbereiten, ist dieser Tag besonders interessant. Der Welttag schenkt nämlich erste Einblicke in jenen Erste-Hilfe-Kurs, der vor der eigentliche Fahrprüfung zu absolvieren ist.

    Rotkreuz und Rothalbmond: DRK und weitere Organisationen retten Leben

    Jeder hat schon einmal von den Hilfsorganisationen bzw. von den Bewegungen „Rotkreuz“ und „Rothalbmond“ gehört.  Ihre Aushängeschilder sind die namensgebenden Symbole der Bewegungen: das Rote Kreuz sowie der Rote Halbmond auf weißem, schlichtem Hintergrund. Wie setzt sich die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zusammen? Die achtsame Bewegung besteht aus dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz, ebenso aus der Internationalen Förderation der Rotkreuz- und Halbmond-Gesellschaften. Hinzu gesellen sich die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Im Kern selbst sind die einzelnen Organisationen rechtlich voneinander getrennt. Im inneren Kreis vertreten sie gemeinsame Grundsätze und Ziele. Organe, Symbole sowie Statuten sind im „inner circle“ miteinander verknüpft. Die Mission dieser weltweiten Bewegung ist es, sich Menschen in Not anzunehmen. Somit steht die Rotkreuz- und Halbmondbewegung für den Schutz des Lebens, der Würde, ebenso für die Schmälerung des Leids von Menschen in Krisensituationen. Genannte Organisationen arbeiten unabhängig von den staatlichen Institutionen auf Basis freiwilliger Hilfe.

    Die einzelnen Organisationen im Überblick:

    • Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK): bestehend aus bis zu 25 Schweizer Staatsbürgern ist die IKRK die älteste internationale medizinisch orientierte Hilfsorganisation, die im humanitären Völkerrecht angegeben und als dessen Kontrollorgan festgelegt wurde. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz steht für Neutralität, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit. Die humanitäre Mission des Komitees widmet sich zudem dem Schutz des Lebens und der Würde von Kriegsopfern bei Konflikten und innerstaatlichen Auseinandersetzungen.
    • Die Internationale Förderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften: diese Gesellschaften steuern innerhalb der Organisation die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Rotkreuz- sowie Rothalbmond-Gesellschaften. International gesehen koordinieren sie gemeinsam mit den nationalen Gesellschaften Hilfsaktionen für Opfer von Naturkatastrophen sowie Epidemien.
    • Die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften: diese Organisationen finden weltweite Verbreitung. Die Aufgaben der Bewegungen in den Ländern umfassen die Katastrophenhilfe sowie die Weitergabe der Genfer Konventionen. Ebenso zählen weitere humane und soziale Maßnahmen wie beispielsweise das Blutspendewesen, die Altenpflege und der Rettungsdienst zu den mildtätigen Aufgabenbereichen.

    Was ist Erste Hilfe?

    Wenn ein Unfall geschieht, ist guter Rat teuer. Manche Menschen reagieren mit Schock auf ein solches Extrem-Ereignis. Vollkommen verunsichert, wissen sich Beteiligte oft nicht zu helfen. Dabei ist richtiges Handeln immens wichtig.  Die aktive Erste Hilfe vor Ort des Geschehens soll Leben retten und Schlimmeres vermeiden. Umgesetzt bedeutet dies: Einleiten wichtiger Maßnahmen wie Herzmassage, optimale Lagerung etc. noch vor Eintreffen des Arztes. Auch weitere bedrohende Gefahren oder Komplikationen während eines Notfalls gilt es zu berücksichtigen. Zu einer der ersten Hilfeleistungen zählen das zeitnahe Absetzen eines Notrufs (Notrufnummer 112), die Absicherung der Unfallstelle sowie Erstversorgung der verletzten Personen.

    Wie leisten Sie Erste Hilfe?

    Im Fernsehen oder im Erste Hilfe-Kurs sieht die „Erste-Hilfe-Maßnahme“ einfach aus. Unter Zeitdruck und Anspannung fällt es hingegen ungleich schwerer, die notwendige Hilfe zu leisten. Die erste Regel für den Notfall lautet: Ruhe bewahren und umsichtig handeln. Menschen in Notsituationen brauchen Zuspruch und eine ruhige Hand, welche sie vorbereitend versorgt. Aber was genau gibt es für Ersthelfer zu beachten?

    Ein Unfall geschieht oft unerwartet. Alles geht rasend schnell. Befinden Sie sich als Passant in der Nähe des Geschehens, sollten Sie sich als Ersthelfer betätigen. Fassen Sie sich ein Herz und greifen Sie zu Ihrem Verbandskasten, der im Kofferraum Ihres Autos bereitstehen muss. Sind Sie Fußgänger und haben kein Verbandsmaterial zur Hand, bitten Sie andere Passanten um Hilfe. Ihr nächster Weg sollte nun der Weg zum Unfallort sein. Passen Sie bitte auf, dass Sie sich nicht selbst in Gefahr bringen (zum Beispiel beim unvorsichtigen Überqueren der Straße). An der Unfallstelle angekommen, sollten Sie zunächst die Lage checken.

    Folgende fünf Details gilt es zu überprüfen bevor Sie Erste Hilfe anwenden

    • Wie finden Sie den Verletzten vor? Stehend oder liegend?
    • Ist der Betroffene oder die Betroffene ansprechbar?
    • Sind Wunden oder schwere Verletzungen erkennbar?
    • Bekommt die verletzte Person genügend Luft?
    • Sind alle Körperteile des Betroffenen frei oder eingequetscht?

    Diese Informationen sind für das Absetzen des Notrufs von enormer Bedeutung. Schließlich muss das Rettungsteam bzw. der zuständige Arzt so genau wie nur möglich über die Situation vor Ort Bescheid wissen. Nur so ist schnelle und gute Hilfe erst möglich.

    Welche Sofortmaßnahmen sind wichtig?

    Bevor Sie als helfende Hand herbeieilen, sollten Sie an Ihre eigene Sicherheit denken. Schauen Sie bitte nach, ob sich nicht noch weitere Gefahren wie zum Beispiel explosive  Brandherde oder gefährliche Stromquellen in unmittelbarer Nähe befinden. Möglicherweise muss auch die Feuerwehr umgehend hinzugezogen werden. Sind tatsächlich weitere Bedrohungen zu beklagen, sollten Sie den Verletzten und sich selbst schnellstmöglich in Sicherheit bringen. Das bedeutet: Unfallstelle markieren und absichern, raus aus der Gefahrenzone!

    Achtung: Bei einem zu großen Gefahrenherd sollten Sie als Erstes professionelle Hilfe (Rettung, Feuerwehr und Polizei) mobilisieren. Gehen Sie bitte kein Risiko ein, denn damit wäre wirklich niemandem geholfen.

    Ausschlaggebend für Rettungsmaßnahmen ist die vorherrschende Ausgangslage. Plötzlich erkrankte oder verunglückte Personen sollten zunächst auf Ihren Bewusstseinszustand und auf ihre Atmung hin untersucht werden.

    Diese Tipps helfen Ihnen als Ersthelfer das Richtige zu tun

    Schritt 1 – Sichern Sie als erstes die Unfallstelle ab, damit keine weitere Gefahr droht.

    Schritt 2 – Kontaktieren Sie Polizei und Rettungsdienste. Beantworten Sie die Fragen nach dem W-Fragen-Prinzip. Diese Reihenfolge ist wichtig, damit die Leitstelle sofort das

    Wo ist das Ereignis? Geben Sie den Ort des Geschehens so genau wie möglich an. Hilfreich sind der Name der Stadt, der Stadtteil oder der Straßenname. Weitere hilfreiche Informationen sind Hausnummer, Stockwerk, Straßentyp, Fahrtrichtung, Kilometerangaben an Straßen oder Bahn- und Buslinien.

    Wer ruft an? Nennen Sie Ihren Namen, den Standort und IHRE Telefonnummer, sollten Rückfragen seitens der Einsatzfahrzeuge bestehen.

    Was ist geschehen? Beschreiben Sie bei dieser Frage den Hergang so gut es geht. Beispiele dafür: Verkehrsunfall, Absturz, Brand, Explosion, Einsturz oder ist die verletzte Person eingeklemmt.

    Wie viele Betroffene? Je genauer die Angabe der beteiligten Personen umso besser. Auch ist es wichtig für die Einsatzkräfte zu wissen, ob sich Kinder vor Ort befinden und in welchem Alter diese ungefähr sind. Die Leitstelle muss zudem wissen, um welche Verletzungen es sich Ihrem Anschein nach handelt.

    Warten auf Rückfragen! Warten Sie nach der Beantwortung der Fragen nicht gleich auf. Die Leitstelle hat eventuell noch weitere Fragen. Wenn das Gespräch beendet ist, wird die Leitstelle Ihnen das mitteilen.

    Schritt 3 – Führen Sie an Ort und Stelle den Bewusstseinscheck durch. Reagiert die verunglückte Person weder auf Ansprache noch auf weitere äußere Reize, sollten Sie den Betroffenen achtsam in eine stabile Seitenlage bringen. Sinn dieses leichten Lagewechsels: der Verletzte bekommt Dank der Seitenlagerung besser Luft. Muss die verletzte Person plötzlich erbrechen, ist die Erstickungsgefahr deutlich geringer, als in jeder anderen Lage.

    Schritt 4 – Überprüfen Sie sein Befinden, bis die Rettungskräfte nahen. Ist der Verunglückte ansprechbar, bewegt er sich und spricht er zu Ihnen, sollten Sie den Betroffenen an Ort und Stelle belassen, ohne ihn zu bewegen. Warum? Durch abrupte Bewegungen kann es zu inneren Blutungen kommen. Dies gilt es dringend zu vermeiden, da sich dadurch das Befinden der verletzten Person dramatisch verschlechtern kann.

    Die Atmung muss von Beginn an regelmäßig kontrolliert werden:

    Legen Sie eine Hand auf die Stirn des Betroffenen und heben Sie das Kinn des Verletzten leicht an. Der Kopf der verletzten Person ist dabei überstreckt. Neigen Sie Ihren Kopf in Richtung Mund des Verletzten. Während Sie den Atemgeräuschen der betroffenen Person für etwa 10 Sekunden aufmerksam lauschen, betrachten Sie bitte genau dessen Brustkorb. Ist eine Auf-und-Ab-Bewegung sichtbar bzw. atmet der Verunglückte regelmäßig ein und aus? Können Sie seinen Atem auf ihrem Gesicht spüren? Bei fehlender Atmung und bei der gefährlichen Schnapp-Atmung (unregelmäßige, ruckartige Atemzüge) sollten Sie die verletzte Person bewachen bis der Arzt oder der Krankenwagen eintrifft. Die stabile Seitenlage kann auch hier helfen, Beklemmungszustände zu lösen und eine normale Atmung wieder zuzulassen.

    Wie setze ich einen Notruf ab?

    Der Unfall auf offener Straße, der Sturz in der Küche oder der Brand in der Lagerhalle: ist ein Menschenleben in Gefahr, muss direkt gehandelt werden. Neben dem Telefon benötigen Sie die richtigen Telefonnummern von Rettungsdienst (144), Polizei (133), Feuerwehr (122) und Euronotruf (112, gilt europaweit). Bereiten Sie sich vor dem Telefonat auf folgende Fragen vor und antworten Sie ruhig und konzentriert:

    • Wer meldet? Nennen Sie Ihren Namen und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme!
    • Was ist wo und wann passiert? Benennen Sie die genaue Position. Schildern Sie sachlich und kurz den Unfallhergang.
    • Wie viele Verletzte befinden sich an der Unfallstelle?
    • Sind die verletzten Personen bewusstlos oder ansprechbar?
    • Gibt es weitere Gefahrenstellen?

    Wie sind Erste-Hilfe-Kurse aufgebaut?

    Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens in Not geraten. Sicherheit im Umgang mit Notfällen bzw. mit Notfallsituationen gewinnt man durch die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang. Diese Lehrgänge werden von nahezu allen Hilfsorganisationen in verschiedenen Ausführungen angeboten. Ziel ist, bestimmte Handgriffe zu erlernen: einfachste Handgriffe, die im Ernstfall aber Leben retten können.

    Vorkenntnisse sind für den Erste Hilfe Kurs nicht von Nöten, aber Pflichtprogramm ist er für alle Führerscheinneulinge. Wer freiwillig an diesem Lehrgang teilnimmt, lernt sich im Notfall richtig und ruhig zu verhalten. Und genau darauf kommt es in Krisensituationen an.

    Welche Themen und Anwendungen werden in einem Erste Hilfe Kurs bearbeitet?

    • Umsichtiges Handeln und Eigenschutz
    • Gutes Absichern der Unfallstelle
    • Versorgung von Wunden und Knochenbrüchen
    • Was tun bei Verbrennungen oder Hitze- und Kälteschäden
    • Richtige Erstversorgung bei Verätzungen und Vergiftungen
    • Sofortmaßnamen: stabile Seitenlage sowie Wiederbelebung
    • verschiedene praktische Übungsdurchläufe

    Diesbezüglich offeriert das  Deutsche Rote Kreuz einen Erste Hilfe-Lehrgang für Einsteiger mit dem Titel „Richtig helfen können – ein gutes Gefühl!“. Im Mittelpunkt des Kurses steht die Handlungssicherheit in Erster Hilfe-Maßnahmen. Themen, die während des Lehrgangs behandelt werden beziehen sich nahezu auf jeden Notfall in Beruf, Freizeit sowie Straßenverkehr und Unfälle allgemein.

    Welche Utensilien gehören in den Verbandskasten?

    Im Straßenverkehr ist das Mitführen eines vorschriftsmäßigen (DIN-Norm) Verbandskastens Pflicht. Der Inhalt des Erste-Hilfe-Kastens setzt sich unter anderem aus folgenden wichtigen Hilfsmitteln zusammen: Heftpflaster, Wundschnellverband, Finger(kuppen)verband, (Sofort-) Kompressen verschiedener Größe, Verbandstuch, elastische Fixierbinde, Augenkompresse, Folienbeutel, Einmalhandschuhe und Informationsbroschüre.

    Unterschieden wird zwischen dem kleinen und dem großen Verbandskasten. Im Notfall sollte zumindest die kleinere Version vorhanden sein.

    Was tun bei Unfällen im häuslichen Umfeld?

    Ein Treppensturz oder ein plötzlicher Herzinfarkt am Küchentisch können schwere Folgen haben. Schnelle und achtsame Hilfe kann Folgeschäden und den „worst case“ verhindern. Finden Sie eine Person ohnmächtig oder blutend in dessen Haus auf, befolgen Sie bitte folgende Ratschläge:

    Verschaffen Sie sich kurz einen Überblick. Was ist passiert? Eher Unfall oder Krankheit? Versichern Sie sich, dass der Betroffene noch atmet, und dass sein Herz noch schlägt. Bleibt die verunglückte Person ohnmächtig, bringen Sie ihn bitte in eine stabile Seitenlage, lockern Sie seine Kleidung und greifen Sie anschließend zum Telefon, um einen Arzt und/oder Notarzt zu kontaktieren. Geben Sie am Notfalltelefon (wie oben angegeben) die genaue Adresse (Straße, Hausnummer) des Verletzten an und erzählen Sie den Hilfskräften, wie und wann Sie die verunglückte Person vorgefunden haben. Bleiben Sie in der Nähe des Betroffenen, bis das Rettungsteam angekommen ist.

    Was tun bei Hirnschlag, Herzinfarkt und Atem-Kreislauf-Stillstand?

    Ganze drei Minuten kommt das Gehirn ohne Sauerstoff aus. Diese entscheidenden Minuten gilt es zu nutzen, um das Leben des Betroffenen zu retten. Einfach abwarten, bis der Notarzt eintrifft, ist oft die falsche Entscheidung. Tatsächlich geht es um Minuten und Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden. Das möglichst zeitnahe Ergreifen von Erste Hilfe-Maßnahmen hat in dieser extremen Gefahrensituation höchste Priorität.

    Natürlich kämpft man als Laie mit Berührungsängsten. Was, wenn ich die Lage durch mein Handeln verschlimmere? Die Erfahrung lehrt: wer die einfachsten Handgriffe (Herzdruckmassage und Beatmung, siehe Erste Hilfe-Kurs) kennt, ist auf dem richtigen Weg.

    Befolgen Sie nach Anleitung bitte folgenden Wiederbelebungsrhythmus:

    • 30 Mal auf den Brustkorb drücken
    •  2 Mal Mund-zu-Mund-Beatmung ausüben
    • 30 Mal mit beiden Händen auf den Brustkorb drücken
    • 2 Mal Mund-zu-Mund-Beatmung ausüben

    Wiederholen Sie den Wiederbelebungsversuch mehrmals hintereinander, im Zweifelsfall so lange, bis der Betroffene wieder allein zu atmen anfängt.

    Wie wendet man die Herzdruckmassage an?

    Ist bei der verletzten Person kein Herzschlag zu spüren, sollten Sie umgehend mit einer Herzdruckmassage beginnen. Dabei wird Druck auf den Brustkorb des Erkrankten ausgeübt. Mit dieser lebensrettenden Maßnahme wird wieder mehr Blut zum Gehirn und in andere Organe gepumpt.

    Beugen Sie sich über den Betroffenen und setzen Sie den Ihren Handballen auf der Mitte des Brustkorbs an.

    Sollte ein Defibrillator zurzeit des Notfalls vorhanden sein, verwenden Sie bitte das Gerät wie in der Gebrauchsanweisung beschrieben. Nehmen Sie die zweite Hand hinzu und legen Sie diese über die erste Hand. Beginnen Sie nun mit durchgestreckten Armen schnell und fest auf den Brustkorb des Betroffenen zu drücken. Überprüfen Sie während der Maßnahme immer wieder den Herzschlag und die Atmung der verletzten Person. Folgen Sie der Anweisung so lange bis professionelle Verstärkung eintrifft.

    Bin ich verpflichtet Erste Hilfe zu leisten?

    Plötzlich gibt es einen riesigen Knall. Ein Auto kommt ins Schleudern und kippt. Im Auto sitzen eine Frau und ein Kind. Diese Situation löst nicht selten ein Gefühl der Hilflosigkeit aus. Wie soll ich mich jetzt verhalten? Hingehen und helfen? Oder lieber abwarten, bis es ein anderer tut? Muss ich denn helfen? Ich fühle mich unsicher und irgendwie verzweifelt. Gerade Menschen, die zum ersten Mal in solch eine Notsituation geraten, haben Angst, etwas falsch zu machen oder einen Schaden (zum Beispiel an der Kleidung des Verletzten) anzurichten. Aber keine Sorge: wer hilft ist immer auf der richtigen Seite. Im Notfall kommt (in den meisten Fällen!) die gesetzliche Unfallversicherung für etwaige Schadensersatzansprüche auf.

    Das Gesetz sagt:

    Es ist nicht nur richtig und wichtig, Erste Hilfe zu leisten. Es ist zudem jeder gesetzlich (Strafgesetzbuch) mit Strafe bedroht, der dies unterlässt. Wer eine Notsituation miterlebt und nicht handelt, macht sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. Das Mindeste, was man tun muss, ist Hilfskräfte (Arzt, Krankenwagen, Polizei und/oder Feuerwehr) zu mobilisieren.

    Die psychische Komponente eines Unfalls

    Ein Unfall birgt eine erhebliche Gefahr für Leib und Seele. Menschen, die selbst in einen Ernstfall verwickelt waren, leiden manchmal noch Wochen oder sogar Monate unter Angstzuständen oder Alpträumen. Auch hier ist Erste Hilfe von der ersten Minute an gefordert und erwünscht. Ein Gespräch mit den entsprechenden Hilfsorganisationen am Unfallort kann helfen die psychische Belastung zu mildern, und ernsten seelischen Folgeproblemen vorzubeugen.

    Fazit zum Tag der Ersten Hilfe

    Der Tag der Ersten Hilfe klärt auf, informiert und bezieht Stellung zu notwendigen Hilfsmaßnahmen weltweit. Wir dürfen nie vergessen: jeder von uns kann in eine Notsituation geraten. Geschieht ein Unglück, sind wir auf die Hilfeleistung anderer Personen angewiesen. „Not kennt kein Gebot“. Auch Samstag und Sonntag, sowie an allen Feiertagen sind Hilfskräfte unterwegs, um unser Leben zu retten.

    Die Rotkreuz- und Rothalbmond-Organisationen, einschließlich der DRK, rufen jedes Jahr erneut dazu auf, Erste Hilfe-Seminare wahrzunehmen, Info-Veranstaltungen zu besuchen, um im Ernstfall Menschenleben vor größeren Schäden zu bewahren. Es ist so einfach Erste Hilfe zu leisten. Nutzen auch Sie den Tag der Ersten Hilfe, um Ihre Kenntnisse hinsichtlich Erster Hilfe zu vertiefen und vorteilhaft zu erweitern. Packen wir’s an!

    Autor: Redakion SafetyXperts

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