Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aktuell - Schweiz 04.12.2025

KW 49-50/2025

Top-Thema: Wenn alles blinkt, ploppt und hupt – Die Informationsflut in Produktion und Büro ist ein Risiko. Reduzieren Sie es!

Svenja Dammasch
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Verborgenes Risiko – wenn gespeicherte Energie zur Unfallquelle wird
In vielen Betrieben ist das sichere Abschalten von Maschinen und Anlagen vor Reparatur- und Wartungsarbeiten mittlerweile Routine: Elektrische Energie wird abgeschaltet, der Hauptschalter gesichert, Kontrollleuchten geprüft. Doch ein oft vegessener Risikofaktor bleibt: In vielen Systemen sind noch Energien gespeichert und die entladen sich oft genau dann, wenn niemand damit rechnet – mit zerstörerischer Energie. Gespeicherte Energien sind für die Beschäftigten nicht wahrnehmbar, daher ist die Gefährdungsbeurteilung besonders wichtig.
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Wenn zu viel blinkt, piept und aufploppt – wie weniger Information die Sicherheit erhöht
In deutschen Betrieben hat sich die Art der Informationsverarbeitung grundlegend verändert. Was früher per Handzettel oder schwarzem Brett kommuniziert wurde, kommt heute in Sekundenschnelle per Mail, Chat, Software-Tool oder App. Doch diese Geschwindigkeit hat ihren Preis: Informationsflut. Ein Begriff, der harmlos klingt, aber täglich für Frust, Fehler und Überforderung sorgt. Die zunehmend ungesunde Informationsdichte wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Beschäftigten aus. Denn wenn alles blinkt und hupt, ist oft nicht mehr klar, was wirklich wichtig ist.
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„Wie oft müssen Evakuierungsübungen durchgeführt werden?“
Frage: „Bei uns im Betrieb ist die Frage aufgekommen, wie oft Evakuierungsübungen durchzuführen sind, da dies ja doch recht aufwändig ist.“ Antwort: Eine konkrete rechtliche Vorgabe zur Häufigkeit von Evakuierungsübungen […]
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Sicherheitsgurte in Baumaschinen: Ein Klick kann Leben retten
Ohne schwere Maschinen wie Bagger, Krane oder Radlader ist das Schaffen auf Baustellen heute nicht mehr denkbar. Doch obwohl die grossen Helfer schon durch ihr Gewicht und ihre Motorleistung beeindrucken, gehen viele Mitarbeitende im oft chaotischen Baustellenalltag geradezu sorglos mit ihnen um. Die Suva hat ermittelt, dass nur jede zehnte Person auf einer Baumaschine den Sicherheitsgurt anlegt. Durch diese Nachlässigkeit verlieren pro Jahr mindestens zwei Beschäftigte ihr Leben, weitere verletzen sich bei Unfällen schwer. Es lohnt sich, die Schaffenden über die Risiken zu informieren.
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Der „Aktionsplan Radon“ hilft, Beschäftigte auf dem Bau und in Gebäuden zu schützen
Radon ist ein radioaktives Gas, das u. a. natürlich in Gesteinen entsteht und durch den Erdboden und Fundamente in Gebäude aufsteigen kann. Personen, die entweder über die Atemluft oder über belastetes Trinkwasser längere Zeit gegenüber Radon exponiert sind, haben ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. In der Schweiz sind rund 200 – 300 Lungenkrebstodesfälle pro Jahr auf Radon zurückzuführen. Mit gezielter Prävention lässt sich die Gefährdung stark reduzieren.
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Mehr wissen, besser steuern – 3 Kennzahlen für wirksamen Schutz und Sicherheit
Am Jahresende lohnt sich der Blick zurück: Was haben wir in diesem Jahr geschafft, was steht noch aus? Doch wer Sicherheit und Gesundheit im betrieblichen Umfeld wirklich voranbringen will, sollte auch wirksame, zukunftsorientierte Kennzahlen im Blick haben. Drei davon stellen wir Ihnen hier vor – als Impuls zur Reflexion und zur Weiterentwicklung.
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Chatbots entlasten bei Schutz und Sicherheit
Chatbots sind längst nicht mehr nur digitale Spielerei – sie entwickeln sich zunehmend zu wertvollen Assistenten im Arbeitsalltag. Auch bei Themen aus der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz könnten Chatbots bald eine unterstützende Rolle spielen und damit letztlich auch die Aufgabenstellung für SiBe verändern. Wichtig für SiBe ist daher, sich aktiv mit den Chancen und Risiken dieses Trends auseinanderzusetzen.
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Arbeitshilfen

  • Haben Sie Risiken durch gespeicherte Energien bereits gut im Griff?
  • Jahresend-Checkliste: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz