Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aktuell  22.08.2025

KW 35-36/2025

Top-Thema: Fehler melden statt vertuschen – Mit einem offenen Berichtssystem fördern Sie eine präventive Sicherheitskultur

Mikko Börkircher
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Mobbing am Arbeitsplatz – aktuelle Studie zeigt: Prävention muss ganzheitlich gedacht werden
Mobbing ist mehr als ein soziales Problem – es betrifft die Gesundheit Ihrer Beschäftigten und kann sich unmittelbar auf das Betriebsklima und die Produktivität auswirken. Eine neue, vom BMAS beauftragte Studie liefert aktuelle Daten und konkrete Empfehlungen zur Prävention.
Neue Mutterschutzregelung bei Fehlgeburten – Staffelung bringt mehr Selbstbestimmung
Seit dem 1.6.2025 ist die gesetzliche Anpassung des Mutterschutzgesetzes in Kraft: Abhängig beschäftigte Frauen haben nun bei einer Fehlgeburt ab der 13. Schwangerschaftswoche Anspruch auf eine gestaffelte Schutzfrist. Je nach Dauer der Schwangerschaft kann der Mutterschutz zwei, sechs oder acht Wochen betragen.
Arbeitsschutz im Wandel: Deutlich mehr Betriebe ziehen mit – aber nicht alle
Wie steht es um den Arbeitsschutz in deutschen Betrieben? Eine aktuelle Befragung im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) zeigt: In vielen Bereichen gibt es spürbare Fortschritte. Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit werden zunehmend ernster genommen – das zeigt die aktuelle Betriebs- und Beschäftigtenbefragung im Rahmen der GDA. Doch nicht alle Unternehmen erfüllen bereits die gesetzlichen Vorgaben. Die Ergebnisse liefern wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Arbeitsschutzes in Deutschland.
Leiterunfall bei Wartungsarbeiten an einer Förderanlage
Arbeitsplätze müssen so gestaltet sein, dass Gefährdungen für Beschäftigte bestmöglich vermieden werden. Dies gilt insbesondere bei Tätigkeiten in der Höhe, bei denen der sichere Stand und die Eignung der eingesetzten Hilfsmittel eine zentrale Rolle spielen. In einem metallverarbeitenden Betrieb kam es im Rahmen geplanter Wartungsarbeiten an einer seitlich verlaufenden Förderlinie dennoch zu einem schweren Unfall, bei dem ein Mitarbeiter von einer Leiter stürzte.
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So führen Sie eine aktive Fehlerkultur anhand von Berichtssystemen ein
Sie sind als Sicherheitsfachkraft an der kontinuierlichen Weiterentwicklung Ihres Arbeitsschutzsystems beteiligt. Das ist auch gut so! Verfolgen Sie weiterhin die Einführung eines Systems zur proaktiven Vermeidung von Arbeitsunfällen und Beinaheunfällen. Streben Sie nach einer Vision Zero, also der Vision einer Welt ohne arbeitsbedingte Unfälle und Erkrankungen, bei der sicherheitsrelevante Fehlhandlungen frühzeitig erkannt werden – etwa im Verhalten, in Abläufen oder bei der Gestaltung von Arbeitsmitteln. Führen Sie hierzu ein Berichtssystem für sicherheitskritische Ereignisse ein.
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„Wie gehe ich im Arbeitsalltag besser mit belastenden Situationen um?“
Frage: „In meiner Rolle als Sicherheitsfachkraft bin ich häufig mit schwierigen oder frustrierenden Situationen konfrontiert – sei es bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen oder in Gesprächen mit (uneinsichtigen) Vorgesetzten sowie Beschäftigten. […]
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„Wann droht uns ein Bußgeld?“
Frage: „Ich muss immer wieder mit Erstaunen feststellen, dass es noch Unternehmen gibt, in denen man auf die Frage nach Sicherheitsunterweisungen nur ein Stirnrunzeln erhält. Wenn ein Arbeitgeber nicht sicherstellt, […]
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Fortbildungsveranstaltung zum Thema Gefahrstoffe
Kurzentschlossene aufgepasst: Am 30.9.2025 veranstaltet die BG RCI in Kassel eine Fortbildung zum Thema Gefahrstoffe. Auch für Sie eine Gelegenheit, sich mit praxisrelevanten Fragestellungen auseinanderzusetzen, sich über neue Anforderungen zu informieren und den Austausch mit Fachkollegen zu suchen.
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Arbeitshilfen

  • Diese zusätzlichen Vorteile haben Sie beim Einsatz einer aktiven Fehlerkultur
  • Inhalte Ihrer Berichtssysteme: Sie schreiben über …
  • Wie Sie mit Risikoanalysen das Sicherheitsbewusstsein Ihrer Mitarbeiter fördern