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Brandschutz: Das müssen Sie im Unternehmen beachten

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Brandschutz

Der Brandschutz im Unternehmen gliedert sich in zwei Teilbereiche. Dabei handelt es sich um den vorbeugenden und den abwehrenden Brandschutz. Der Fokus muss auf beiden Aspekten liegen, damit es nicht zu Sachschäden und erst recht nicht zu Personenschäden kommt. Eine weitere Untergliederung weist der vorbeugende Brandschutz auf. Die dazugehörigen Maßnahmen umfassen den baulichen Brandschutz, den anlagentechnischen Brandschutz und den organisatorischen Brandschutz.

Unternehmer sind zum Brandschutz gesetzlich verpflichtet

Als Arbeitgeber dürfen Sie in Deutschland die Maßnahmen der Brandprävention und der Brandbekämpfung nicht vernachlässigen. Ihnen obliegt gegenüber Ihren Arbeitnehmern eine Fürsorgepflicht. Sie resultiert in Bezug auf den Brandschutz aus dem Paragrafen 618 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Er gehört zu den Rechtsnormen, in welchen sich Normen zu den Nebenpflichten zum Arbeitsvertrag finden. Dort heißt es, dass der Arbeitgeber seine Belegschaft vor „Gefahren für Leben und Gesundheit“ schützen muss.

Weitere gesetzliche Grundlagen für den Brandschutz enthalten die Arbeitsstättenverordnung sowie die Normenwerke der Berufsgenossenschaften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz. Das deutsche Arbeitsrecht lässt keine zum Nachteil der Arbeitnehmer getroffenen Vereinbarungen zu. Dafür sorgt der Paragraf 619 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Diese Regelungen ergänzen die Anforderungen an den Brandschutz, die sich aus dem Baurecht der einzelnen Länder der Bundesrepublik Deutschland ergeben.

Der bauliche Brandschutz beginnt bereits beim Grundstückskauf

In die Kategorie baulicher Brandschutz fallen sowohl präventive Maßnahmen als auch Anforderungen an die Verhinderung der Ausbreitung von Bränden. Außerdem gehört die Gewährleistung der schnellen Bekämpfung von Gebäudebränden zu diesem Teilbereich des Brandschutzes. Daraus ergeben sich Ansprüche an das Baugrundstück. Die bei einer Bebauung einzuhaltenden Abstände zur Grundstücksgrenze dienen der Vermeidung von Nachbarschaftsstreitigkeiten und helfen bei der Brandprävention. Diese Abstandsregelungen verhindern, dass Brände sich auf benachbarte Gebäude ausbreiten können.

Beachten Sie beim Grundstückskauf besondere Brandschutzanforderungen!

Wenn Sie ein Grundstück für eine Gewerbebebauung suchen, prüfen Sie, wo sich der nächste Hydrant oder öffentlich nutzbare Löschteiche befinden. Dafür können Sie entweder die Umgebung checken oder einen Blick ins Hydrantenverzeichnis Ihres zuständigen Wasserversorgers werfen. Die Feuerwehrgesetze und Baugesetze der einzelnen Bundesländer regeln, wie weit die nächsten Löschteiche oder Hydranten entfernt sein dürfen.

Nicht nur die Distanz spielt eine wichtige Rolle, denn auch Hindernisse wie Schienenverkehrswege oder Autobahnen finden Berücksichtigung. Werden die dortigen Anforderungen nicht erfüllt, müssen Sie auf Ihrem Gewerbegrundstück einen eigenen Löschteich für die schnelle Brandbekämpfung einrichten. Er erfordert zusätzlichen Platz, was sich auf die notwendige Größe des Baugrundstücks auswirkt. Das gilt genauso für die gesetzlich vorgeschriebenen Aufstellflächen für die Feuerwehr und andere Rettungskräfte.

Welche Anforderungen müssen Hydranten erfüllen?

Die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland erlauben für die Bereitstellung von Löschwasser für die Brandbekämpfung sowohl Überflurhydranten als auch Unterflurhydranten. Die Überflurhydranten müssen mindestens das Zwölffache ihres Anschlussdurchmessers in Millimetern als Wassermenge pro Minute liefern können. Das wären bei einem 100-Millimeter-Standardanschluss 1,2 Kubikmeter. Für Unterflurhydranten mit gleichem Anschlussdurchmesser gilt ein Mindestanspruch von 560 Litern pro Minute. Die wichtigsten Anforderungen an die Hydranten finden sich in den Normen DIN EN 14339, DIN EN 14384 und der DIN 3321. Ergänzende Bestimmungen enthält die EN 1074-6.

Was sollten Sie als Unternehmer über Löschwasserteiche wissen?

Wenn Sie verpflichtet sind, einen eigenen Löschteich für die Brandbekämpfung einzurichten, ist ein Blick in die DIN EN 14210 interessant. Dort wurden die Mindestanforderungen an Löschteiche definiert. Bezüglich der Auswahl des Baugrundstücks ist wissenswert, dass es keine Vorschriften für den Grundriss der Löschteiche gibt. Sie können das Wasserreservoir also gern auch winkelförmig oder dreieckig anlegen.

Der Löschwasserteich muss mindestens ein Fassungsvermögen von 1.000 Kubikmetern aufweisen. Für die Wasserentnahme schreibt die DIN EN 14210 einen Saugschacht oder ein Saugrohr vor. Jeder anerkennungsfähige Löschwasserteich benötigt eine befestigte Zufahrt sowie eine Einzäunung mit einer Mindesthöhe von 1,25 Metern. Er darf nur sauberes Wasser enthalten, weshalb für die Einleitung von Regenwasser ein Sandfang vorgeschrieben ist.

Der betriebliche Brandschutz hat Einfluss auf die Gebäudeplanung

Der bauliche Brandschutz geht mit der Projektierung der Gebäude in die zweite Runde. Mit der Bauweise der Industriebauten und Gewerbebauten ist ein wichtiger Beitrag zum präventiven Brandschutz möglich. Dabei kommt es vor allem auf die verwendeten Baumaterialien an. Architekten müssen das Brandverhalten und den Feuerwiderstand der einzelnen Baustoffe beachten.

Baulicher Brandschutz nach DIN 4102-1 normiert die einzelnen Baustoffklassen und die EN 13501-1 die Brandklassen. Daraus leiten sich wiederum die Benennungen der Baustoffe nach dem Brandverhalten ab, welche die Bauaufsicht verwendet. Sie umfassen:

  • nicht brennbar ohne brennbare Bestandteile
  • nicht brennbar mit brennbaren Bestandteilen
  • schwer entflammbare Baustoffe
  • normal entflammbare Baustoffe
  • leicht entflammbare Baustoffe

Eine Feingliederung bei den Brandklassen ergibt sich aus dem Umfang der Rauchentwicklung. Zusätzlich beachtet die Brandklasse die Frage, ob bei einem Feuer von einem Baustoff Gefahren durch Abtropfen oder Abfallen ausgehen. Welche Baustoffe Sie für Ihr Gebäude verwenden dürfen, leitet sich aus den Bauordnungen der einzelnen Bundesländer ab.

Die Feuerwiderstandsklassen beim baulichen Brandschutz

In den Baugesetzen finden sich Bestimmungen zur Gliederung von Gebäuden in Brandabschnitte. Sie dienen der Prävention der Ausbreitung von Feuern in größeren Gebäudekomplexen. Dazu gehören beispielsweise die Stichworte Brandmauern, Abschottung von Mauerdurchbrüchen und Installationsschächten sowie Brandschutztüren und Brandschutzverglasungen. Normierungen finden sich in Deutschland in der DIN 4102-2, welcher die Definition der Feuerwiderstandsklassen enthält.

Materialien der Feuerwiderstandsklasse F30 gelten als feuerhemmend und garantieren einen Funktionserhalt bei einem Brand über mindestens 30 Minuten.  Die Staffelung reicht bis zur Feuerwiderstandsklasse F180. Solche Materialien müssen den Funktionserhalt der daraus hergestellten Bauteile über mindestens 180 Minuten sichern. Zusätzliche Kennbuchstaben geben an, auf welche Arten von Bauteilen sich die Feuerwiderstandsklassen beziehen.

Der bauliche Brandschutz und die EN 13501

Inzwischen müssen Sie beim Brandschutz im Unternehmen nicht nur deutsche Normen beachten, sondern auch europaweit gültige Bestimmungen einhalten. Die für die EU-Feuerschutzklassen geltenden Anforderungen finden sich in der EN 13501. Sie ergänzt die deutschen Feuerschutzklassen nach unten, indem sie Materialien mit einem Funktionserhalt über 10, 15 und 20 Minuten berücksichtigt. Außerdem enthält sie die Feuerschutzklassen REI240 und REI360, welche die deutsche DIN ebenfalls nicht kennt.

An zusätzlichen Kennbuchstaben können Sie diverse Eigenschaften ablesen. Der Buchstabe „S“ steht in der EN 13501 für die Rauchdichtheit. Mit der Kennung „I“ gibt die EU-Norm die Wärmedämmung unter Brandeinwirkung und mit „R“ den Erhalt der Tragfähigkeit an. Die europäische Normierung ist in Deutschland durch die Integration in die Bauregelliste seit dem Jahr 2002 verbindlich.

Fluchtweg
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Wo setzt sich der Brandschutz beim gewerblichen Bauwerk fort?

Neben der Brandprävention kommt auch der schnellen Evakuierung im Brandfall eine große Bedeutung zu. Als Unternehmer müssen sie bei der Integration der Fluchtwege verschiedene Gesetze beachten. Dazu gehören neben den Bauordnungen der einzelnen Bundesländer beispielsweise auch die Versammlungsstättenverordnung sowie die Arbeitsstättenrichtlinie ASR A2.3. Die Richtlinie für Fluchtwege in Arbeitsstätten macht sehr genaue Angaben und berücksichtigt sogar die Zahl der Menschen, die in einem Gebäude arbeiten.

Das zeigt sich an der Mindestbreite der Rettungswege. Bei bis zu 5 Personen beträgt sie lediglich 87,5 Zentimeter und steigt bei mehr als 300 Personen bis auf 240 Zentimeter. Die Arbeitsstättenverordnung schreibt vor, dass sich alle Türen an den Rettungswegen in Fluchtrichtung öffnen müssen. Enthalten die Fluchtwege für den Brandfall Rampen, dürfen sie keine größere Neigung als sechs Grad aufweisen. Zusätzlich verbietet die Arbeitsstättenverordnung Wendeltreppen als Hauptfluchtwege und schreibt vor, in welchen Fällen ein Flucht- und Rettungswegeplan erforderlich ist.

Der bauliche Brandschutz reicht bis hin zu den Installationen

Bei den Bauvorschriften zum Brandschutz stehen zwei Aspekte im Mittelpunkt. Zuerst einmal geht es um die Reduzierung der Brandlast in den Gebäuden. Der zweite Punkt hat das Ziel, die Ausbreitung eines Feuers in einem Bauwerk zu begrenzen. Zur Verminderung der allgemeinen Brandlast zählen schwer entflammbare Baumaterialien. Dieser Anspruch gilt auch für Ver- und Entsorgungsleitungen sowie deren Isolationen. Hinzu kommen eine optimale Lastverteilung und die Absicherung bei den Stromkreisen. Zur Begrenzung der Brandausbreitung bei den Installationen gehören beispielsweise Brandschotts in Versorgungsschächten und Mauerdurchbrüchen.

Brandmeldeanlagen sind die Basis der schützenden Haustechnik

Ob Sie in eine Brandmeldeanlage für Betriebsgebäude benötigen, erfahren Sie aus der Bauordnung Ihres Bundeslands. Wissenswert ist, dass die Bauaufsicht Brandmeldesysteme auch für den Einzelfall vorschreiben darf. Eine solche Anordnung steht als Auflage in der Baugenehmigung. Bedenken Sie bei der Bewertung der dafür notwendigen Investitionen außerdem, dass viele Versicherungsgesellschaften solche Systeme mit einem Rabatt bei der Gebäudeversicherung belohnen. Die für Deutschland geltenden Normierungen der Brandmeldeanlagen stehen in der DIN 14675, der DIN EN 54 und der DIN VDE 0833-2 sowie der VdS-Richtlinie 2095. Ergänzend müssen Sie natürlich die Regelungen zur Rauchmelderpflicht in der DIN 14676 im Auge behalten.

Welche Ansprüche stellt der anlagentechnische Brandschutz in Unternehmen?

Der anlagentechnische Brandschutz ist eine sehr komplexe Herausforderung für Architekten und Bauherren. Das gilt insbesondere für Hochhäuser. Dort ist die Gefahr sehr groß, dass Sprinkleranlagen durch brandbedingte Stromunterbrechungen ausfallen. Deshalb greifen die Brandschutzexperten zu einem Trick und installieren die Löschwassertanks in den oberen Stockwerken. Dadurch bewirkt allein die Schwerkraft eine Versorgung der dazugehörigen Löschwasserdüsen.

Allerdings hat das Gewicht der Löschwassertanks Auswirkungen auf die Statik des gesamten Gebäudes. Pfiffige Architekten nutzen die Wasserversorgung der Sprinkleranlagen inzwischen sogar schon als Gewichte zum Ausgleich von Gebäudeschwankungen durch Winddruck oder Erdbebenwellen. Alternativ müssen die Pumpen der Sprinkleranlagen unbedingt eine Notstromversorgung durch Generatoren erhalten.

Feuer Sprinkler
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Weitere Möglichkeiten für moderne Brandschutzsysteme

Gute Alternativen zur Sprinkleranlage hält der anlagentechnische Brandschutz mit Gaslöschanlagen bereit. Sie zielen auf eine effiziente Brandbekämpfung durch die Verdrängung des in der Luft enthaltenen Sauerstoffs ab. Sie haben sowohl Vorteile als auch Nachteile. Gaslöschanlagen können erst dann zum Einsatz kommen, wenn alle Personen die brennenden Räume verlassen haben.

Die Gasgemische sind gesundheitsgefährdend und teilweise sogar toxisch. Andererseits vermeiden sie Schäden durch Löschwasser am Gebäude und am Inventar. Zur Auswahl stehen Kohlenstoffdioxid-Löschanlagen sowie Inertgas-Löschanlagen und chemische Löschsysteme. Sie kommen vor allem in Rechenzentren und größeren Archiven zum Einsatz.

Nicht automatisch arbeitende Löschsysteme sind ebenfalls wichtig

Vor allem in größeren Gebäudekomplexen erweisen sich Wandhydranten als Entnahmestellen für Löschwasser als hilfreich. Sie müssen zwingend über normierte Anschlüsse für die Löschwasserschläuche der Feuerwehren verfügen. Außerdem sind dafür besonders leistungsstarke Steigleitungen erforderlich. Diese arbeiten üblicherweise mit einem höheren Querschnitt und Druck als die Wasserleitungen, die beispielsweise die Küche, Waschbecken oder Toiletten mit Wasser versorgen. Unter den Begriff manuelle Löschsysteme fallen außerdem die Handfeuerlöscher sowie Löschdecken und Löschsand. Hier kommt es auf die optimale Auswahl an, denn nicht jeder Handfeuerlöscher eignet sich beispielsweise für das Löschen eines Elektrobrandes.

Welche Brandschutzsysteme vermeiden in erster Linie Personenschäden?

Zum Brandschutz im Unternehmen gehören außerdem Entrauchungssysteme und Wärmeabzugssysteme. Dieser anlagentechnische Brandschutz ist vor allem für die Garantie der Benutzbarkeit der Flucht- und Rettungswege wichtig. Welche Ansprüche solche Systeme erfüllen müssen, ergibt sich aus der EN 12101-1 bis EN 12101-10 und aus der DIN 18232. Diese Normen beschäftigen sich beispielsweise mit Rauchschürzen, Entrauchungsleitungen und den dazugehörigen Steuersystemen und der dazugehörigen Energieversorgung. Die DIN 18232 enthält Projektierungsgrundlagen, aus denen Architekten und Techniker die Bemessung der Rauchabzugsanlagen ablesen können. Ob Sie Wärmeabzugssysteme und Entrauchungssysteme einplanen müssen, ergibt sich aus den Landesbauordnungen sowie den Auflagen in der Baugenehmigung.

Welches Fazit ergibt sich bis hierher?

Der präventive Brandschutz und der abwehrende Brandschutz überschneiden sich an vielen Stellen. Sie spielen bereits bei der Planung der Gebäude und der notwendigen Installationen eine wichtige Rolle. Teilweise wirken sich beide Arten von Brandschutzmaßnahmen in Unternehmen sogar auf den Platzbedarf auf dem Baugrundstück aus. Einige Brandschutzelemente ermöglichen eine multifunktionale Nutzung. Das beweisen die als Ausgleichsgewichte genutzten Löschwasserbehälter in Hochhäusern.

Mehrere Elemente zum Brandschutz im Unternehmen gehörende Elemente haben direkte Auswirkungen auf die Gebäudekonstruktion. Beispiele dafür sind besonders feuerresistente Fluchtwege sowie die Dinge, welche zur Gliederung größerer Gebäude in mehrere Brandabschnitte dienen. Der optimale Weg bei der Projektierung und Errichtung von Gewerbeobjekten ist deshalb eine sehr frühzeitige Kooperation der Architekten mit Brandschutzexperten.

Der organisatorische Brandschutz ist eine unverzichtbare Ergänzung

Beim Brandschutz im Betrieb hat auch der „Faktor Mensch“ eine große Bedeutung. Genau damit beschäftigt sich der organisatorische Brandschutz. Er gliedert sich in die Teilbereiche Brandprävention, Verhalten im Brandfall und die effiziente Brandbekämpfung im Frühstadium. Wichtige Stichworte beim organisatorischen Brandschutz sind Brandschutzbeauftragte, Brandschutzwarte, Brandschutzpläne, Brandschutzordnungen, Alarmpläne und Evakuierungspläne. Außerdem umfasst der organisatorische Brandschutz die Brandschutzunterweisungen sowie die Brandschutzübungen. Die Brandschutzorganisation hat neben der Prävention die Zielstellung, im Brandfall sowie Leben wie möglich zu retten.

Der wichtigste Mann beim Brandschutz ist der Brandschutzbeauftragte

Ob Sie für Ihr Unternehmen einen Brandschutzbeauftragten bestellen müssen, erfahren Sie aus den Baugesetzen Ihres Bundeslandes. Sie stellen in der Regel auf die Art des Gebäudes und die Zahl der Menschen ab, die sich dort aufhalten. Handelt es sich um Sonderbauten, müssen Sie damit rechnen, dass die Baugenehmigung die Auflage zur Bestellung eines Brandschutzbeauftragten enthält. Dabei verbleibt die Verantwortung trotzdem bei Ihnen als Unternehmer.

Das heißt, Sie müssen die Tätigkeit der Brandschutzbeauftragten überwachen. Welche Aufgaben die Verantwortlichen für den Brandschutz im Unternehmen haben, gibt die Richtlinie vfdb 12-09/01-2009-03 an. Die Pflicht zum Einsatz eines Brandschutzbeauftragten kann sich außerdem aus der Betriebsstättenverordnung ergeben. Sie greift regelmäßig dann, wenn Ihre Belegschaft mit Gefahrstoffen oder offenem Feuer hantieren muss.

Welche Aufgaben übernimmt der Brandschutzbeauftragte?

Die genannte Richtlinie definiert eine Vielzahl von Aufgaben. Sie beginnen bei der Mitwirkung an der Erstellung der Brandschutzordnung und setzen sich über die Kontrolle der Einhaltung fort. Zu den Aufgabengebieten der Brandschutzbeauftragten gehört außerdem die die Überwachung des Zustands und der Beschilderung der Flucht- und Rettungswege. Möchten Sie Ihre Betriebsgebäude erweitern oder umbauen, hat der Brandschutzverantwortliche eine beratende Funktion.

Zusätzlich sorgt er dafür, dass alle Melde- und Löscheinrichtungen betriebsbereit ständig sind. Auch die Durchführung von Evakuierungsübungen und Brandschutzbelehrungen fällt in den Zuständigkeitsbereich des Brandschutzbeauftragten. Im Alarmfall ist er derjenige, der die Mitarbeiter und Besucher operativ anleitet. An dieser Stelle ist es wissenswert, dass der Brandschutzbeauftragte in der Regel keine Weisungsbefugnis hat. Deshalb müssen alle Mitarbeiter die Sonderregelungen bei der Weisungsbefugnis kennen, die für einen Alarmierungsfall gelten.

Wen dürfen Sie als Brandschutzbeauftragten einsetzen?

Verbindliche Gesetze zur Ausbildung der Brandschutzbeauftragten gibt es in Deutschland nicht. Hier sollten Sie sich ebenfalls an den Angaben in der Richtlinie vfdb 12-09/01-2009-03 orientieren. Sie besagt, dass die Brandschutzverantwortlichen zumindest eine spezielle Weiterbildung benötigen. Sie dauert in kompakter Form eine Woche und endet mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung. Als Nachweis bekommen die erfolgreichen Teilnehmer ein Zertifikat. Diese Weiterbildung für Brandschutzbeauftragte ist verzichtbar beim Nachweis von Ausbildungen für den hauptamtlichen Dienst bei der Feuerwehr. Außerdem können Sie Mitglieder Ihrer Belegschaft einsetzen, die ein Studium der Fachrichtung Brandschutz an einer Fachhochschule oder Hochschule absolviert haben.

Nützliche Helfer beim Brandschutz sind Brandschutzwarte

In größeren Unternehmen empfiehlt es sich, dem Brandschutzverantwortlichen Unterstützung durch mehrere Brandschutzwarte zur Seite zu stellen. Sie bekommen beispielsweise konkrete Teilbereiche eines Unternehmens zugeteilt. Üblich ist das bei Unternehmen mit mehreren Niederlassungen und Produktionsstandorten. In großen Betriebsteilen sind Brandschutzwarte für die Betreuung der Löscheinrichtungen verantwortlich. Die VdS Schadenverhütung GmbH prägte dafür unter anderem die Begriffe Gaslöschanlagenwärter und Sprinklerwärter.

Zusätzlich können die Brandschutzwarte die Brandschutzschulungen und die Evakuierungsübungen in bestimmten Bereichen eines Unternehmens organisieren und durchführen. Eine spezielle Qualifikation für Brandschutzwarte gibt es in Deutschland nicht. Sie sollten am besten die gleiche Weiterbildung absolvieren, die für die Brandschutzbeauftragten vorgesehen ist. Wichtig ist außerdem die konkrete Zuordnung der Verantwortungsbereiche. Dabei sollte es im Interesse der Sicherheit Ihrer Mitarbeiter und Ihrer Sachwerte weder Überschneidungen noch Lücken geben.

Welche Rolle spielt die Brandschutzordnung beim Brandschutz im Unternehmen?

Die Pflicht zur Erstellung der Brandschutzordnung leitet sich für Sie als Arbeitgeber in erster Linie aus den Bestimmungen der gesetzlichen Unfallversicherung ab. Die Bestimmungen finden sich ab dem Paragrafen 6 der DGUV-Vorschrift 24, die sich allgemein mit den Wach- und Sicherungsdiensten beschäftigt. Doch auch weitere Gesetze können Sie dazu verpflichten. Beispiele sind die Arbeitsstättenverordnung, besondere Vorschriften für die Gastronomie und Beherbergungsbetriebe sowie die baurechtlichen Bestimmungen für Hochhäuser und Sonderbauten.

Welche Inhalte der Brandschutzordnung Sie beachten müssen, können Sie in der DIN 14096:2014 in Erfahrung bringen. Sie gibt detaillierte Hinweise zum Aufbau der betrieblichen Brandschutzordnung. Denken Sie daran, dass alle Mitarbeiter Ihres Unternehmens die Brandschutzordnung kennen müssen. Am besten ist es, Sie händigen diese bei der Einstellung neuer Mitarbeiter direkt mit dem Arbeitsvertrag aus.

Wissenswerte Fakten zum Brandschutzplan

Die Anforderungen an den Brandschutzplan finden sich in Deutschland in der DIN 14095. Hinweise zu den verwendbaren Symbolen enthält die DIN 14675. Grundsätzlich gliedert sich der Brandschutzplan in drei Teile. Sie umfassen den Feuerwehreinsatzplan, die Feuerwehrlaufkarte und den Flucht- und Rettungsplan. Genau deshalb kommt in Deutschland auch das Synonym Feuerwehrplan zum Einsatz. Der Feuerwehreinsatzplan ist ein Lageplan von Ihrem gesamten Gewerbegrundstück. Er zeigt sowohl die befahrbaren Zufahrtswege als auch die Entnahmestellen für Löschwasser. Zusätzlich erkennen die Feuerwehrleute daraus die einzelnen Brandabschnitte der Gebäude sowie die besten Anlegestellen für Rettungsleitern. Die Feuerwehrlaufkarte gibt an, wie die Löschkräfte schnell und effizient zu den Brandherden vordringen können.

Welche Ansprüche muss der Flucht- und Rettungsplan erfüllen?

Der Flucht- und Rettungsplan ist ein zwingender Bestandteil des Brandschutzplans. Er muss in Ihren Betriebsgebäuden offen sichtbar und in einer gut erkennbaren Größe aushängen. Bei der Erstellung müssen Sie stets die Unterschiede bei den Rettungswegen in den einzelnen Etagen Ihrer Unternehmensgebäude berücksichtigen. Verwenden Sie dabei nur die offiziellen Piktogramme, die auch Analphabeten korrekt interpretieren können. Die Angaben im Flucht- und Rettungsplan umfassen nicht nur Gänge und Treppenhäuser, die im Brandfall benutzbar bleiben. Auch die Standorte der Sammelplätze, der Handfeuerlöscher und Notfalltelefone sowie der manuellen Feuermelder gehören in den Flucht- und Rettungsplan.

Wie unterscheidet sich der Alarmplan vom Brandschutzplan?

Der Brandschutzplan enthält spezielle Angaben zum Verhalten im Brandfall. Ein Alarmplan gibt an, welches Verhalten im Fall anderer Gefahren notwendig ist. Welche Gefahren im Alarmplan einfließen müssen, hängt von zahlreichen Kriterien ab. Steht Ihr Betriebsgebäude an einem Flussufer, spielt das Verhalten bei Hochwasser eine wichtige Rolle. Anderenorts kommt es beispielsweise auf Angaben im Alarmplan zum Verhalten bei Erdbeben oder beim Abgang von Erdrutschen und Lawinen an. Natürlich dürfen Sie auch die Risiken nicht vergessen, die sich aus der Art Ihrer Produktion ergeben. Beispiele dafür sind der Austritt potenziell gefährlicher Gase oder radioaktiver Stoffe. Zusätzlich sind sowohl im allgemeinen Alarmplan als auch in der Brandschutzordnung Angaben zur Alarmierungskette erforderlich.

Brandschutzbelehrungen sind ein Muss in jedem Betrieb

Um die Durchführung von Brandschutzbelehrungen kommen Sie als Arbeitgeber nicht herum. Diese auch Brandschutzunterweisung genannten Belehrungen schreibt in Deutschland der Paragraf 12 des Arbeitsschutzgesetzes vor. Er fordert eine Anpassung an die Gefährdungsentwicklung und die Veränderung der beruflichen Aufgaben. Auch bei der Einführung neuer Technologien ist eine Erneuerung der Brandschutzbelehrung notwendig. Als bester Weg in der Praxis hat sich die Kombination mit den regelmäßigen Arbeitsschutzbelehrungen erwiesen. Beschäftigen Sie gelegentlich oder ständig Leiharbeiter, sollten Sie einen weiteren Punkt wissen. Nach dem Paragrafen 12 des Arbeitsschutzgesetzes ist immer das ausleihende Unternehmen für die Brandschutzbelehrung verantwortlich.

Mit Evakuierungsübungen Panik und Unsicherheit vermeiden

Ein bestimmter Turnus für Brandschutzübungen ist in Deutschland nicht vorgeschrieben. Dennoch machen regelmäßige Evakuierungsübungen Sinn, denn sie tragen zur Reduzierung der Zahl der Verletzten und Toten bei Bränden in Betriebsstätten bei. Wenn Ihre Mitarbeiter üben können, wie sie sich im Brandfall zu verhalten haben, reduziert sich das Risiko einer Panik. Allerdings sollten die Übungen für die Evakuierung im Brandfall nicht zu häufig stattfinden. Das bewirkt einen Gewöhnungseffekt, durch welchen Ihre Mitarbeiter einen echten Alarm nicht mehr ernst genug nehmen würden. Eine Brandschutzübung pro Quartal oder Halbjahr wird deshalb als ausreichend betrachtet. Den konkreten Turnus sollten Sie vom Gefahrenpotenzial in Ihrem Unternehmen abhängig machen.

Brandschutzübung
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Kennzeichnungen rund um den Brandschutz im Unternehmen

Die Kennzeichnungen der Fluchtwege erfordern Rücksicht auf Mitarbeiter und Besucher, die nicht lesen und schreiben können. Deshalb sollten Sie ausschließlich die Piktogramme und Kennzeichnungen verwenden, welche in der DIN ISO 50172 und der DIN EN ISO 7010 enthalten sind. Dabei handelt es sich um Sicherheitskennzeichnungen, die auch Menschen ohne Deutschkenntnisse verstehen. Die in Deutschland üblichen Kennzeichnungen für die Feuerwehr enthalten die DIN 4066 und die DIN 14090. Auch davon sollten Sie nicht abweichen, um eine schnelle und effiziente Brandbekämpfung sowie Menschenrettung zu ermöglichen.

Welche Gefahrensignale und Gefahrenzeichen sind in Deutschland üblich?

Bei der Kennzeichnung allgemeiner Gefahrenstellen kommt auch in den Betrieben das Verkehrszeichen 101 zum Einsatz. Das rot-weiße Dreieck mit einem Ausrufezeichen in der Mitte hat den Vorteil, dass es jedermann versteht. Dieses Gefahrenzeichen wird im Straßenverkehr in ganz Europa sowie in Russland und in großen Teilen von Afrika verwendet. Als akustisches Signal für einen Feueralarm greifen die meisten Unternehmen auf die sogenannten Zivilschutzsignale zurück. Üblich bei einer Brandalarmierung ist ein auf- und abschwellender Ton mit einer Minute Länge. Die meisten älteren Menschen kennen diesen Sirenenton noch von den Luftschutzalarmierungen aus dem II. Weltkrieg. Als Entwarnung dient ein einminütiger Dauerton.

Differenzierte Vorgehensweise bei echtem Alarm und Sirenenprobe

Beim Feueralarm im Betrieb ist es sinnvoll, den Sirenenton über Durchsagen zu ergänzen. Das ist besonders dann wichtig, wenn es sich um eine echte Alarmierung handelt. Damit vermeiden Sie die Gelassenheit und Trägheit, welche durch zu häufige Probealarmierungen entstehen kann. Tests für akustische Alarmierungssysteme sollten sie zu einem festgelegten und allgemein bekannten Zeitpunkt durchführen. In Deutschland ist die Sirenenprobe samstags um 12:00 Uhr mit einem über 15 Sekunden langen Dauerton üblich.

Werkfeuerwehr: Wann besteht eine Verpflichtung zur Einrichtung?

Als Unternehmer kann Sie die Pflicht zur Bereithaltung einer Werkfeuerwehr treffen. Eine verbindliche Gesetzesgrundlage gibt es dafür nicht. Ob Sie eine Werkfeuerwehr haben müssen oder nicht, entscheidet immer das zuständige Regierungspräsidium. Dafür beurteilen Sicherheitsexperten die konkrete Gefahrenlage im Unternehmen. Typische Beispiele für die Beauflagung einer Werkfeuerwehr sind Chemiebetriebe, die Stahlherstellung, Gießereien, Gefahrgutlager und Flughäfen.

Die Vorteile der Werkfeuerwehren bestehen in der besonderen Ortskenntnis und der Anpassung der Ausrüstung an die in einem Unternehmen vorhandenen Brandgefahren. Flughafenfeuerwehren besitzen beispielsweise Löschfahrzeuge wie den „Panther“, die es auf überdurchschnittlich hohe Maximalgeschwindigkeiten bringen. Hinzu kommen die kurzen Wege zur Einsatzstelle, die eine effiziente Menschenrettung und Brandbekämpfung garantieren. Die deutschen Werkfeuerwehren der chemischen Industrie sind außerdem an das Informationssystem TUIS angeschlossen. Dort stehen schnelle Fachauskünfte zum Umgang mit Chemikalien zur Verfügung, die bei Transportunfällen in die Umwelt oder in Brand geraten.

Welche Bedeutung haben Betriebsfeuerwehren?

Im Gegensatz zu den Werkfeuerwehren erhalten die Betriebsfeuerwehren keine staatliche Anerkennung. Die Einrichtung einer Betriebsfeuerwehr erfolgt stets auf freiwilliger Basis. Dabei spielen vor allem versicherungsrechtliche Aspekte eine bedeutende Rolle. Viele Versicherungsgesellschaften geben Rabatte auf die Feuerversicherung, wenn eine Betriebsfeuerwehr besteht.
Der Aufbau ist sowohl aus nebenberuflichen als auch hauptberuflichen Kräften möglich. Im Vergleich zu den beauflagten Werkfeuerwehren besitzen die Betriebsfeuerwehren eine weniger umfangreiche Ausrüstung. Ihre Hauptaufgaben sind die Menschenrettung und die Erstmaßnahmen zur Brandbekämpfung bis zum Eintreffen der Berufsfeuerwehren oder Freiwilligen Feuerwehren der Kommune. Eigenständig und ohne Unterstützung von außen können Betriebsfeuerwehren in der Regel nur kleinere Brände löschen.

Sachgerechter Umgang mit Gefahrstoffen reduziert die Brandgefahr

In Deutschland liefert die 1993 geschaffene Gefahrstoffverordnung die wichtigsten Hinweise. Sie definiert die einzelnen Gefahrstoffe sowie die Sicherheitsvorkehrungen, die beim Umgang mit diesen Stoffen erforderlich sind. Der Paragraf 6 der Gefahrstoffverordnung enthält die Richtlinien zur Gefährdungsbeurteilung. Im Paragrafen 14 findet sich die Pflicht zur Unterweisung im Umgang mit Gefahrstoffen. Auch regelmäßige Sicherheitsübungen schreibt dieses zu den Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz gehörende Gesetz vor. Für Sie als Unternehmer ist wissenswert, dass Verstöße gegen die Gefahrstoffverordnung Bußgelder und sogar noch härtere Strafen nach sich ziehen können.

Welche Rolle spielen Betriebsanweisungen bei den Gefahrstoffen?

Verarbeitet oder produziert Ihr Unternehmen Gefahrstoffe, sind Sie nach der Gefahrstoffverordnung zur Erstellung von Betriebsanweisungen verpflichtet. Außerdem resultiert diese Verpflichtung aus dem Arbeitsschutzgesetz, der Betriebssicherheitsverordnung sowie den Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Bei den Inhalten der Betriebsanweisungen zu Gefahrstoffen orientieren Sie sich am besten an den Vorgaben der Berufsgenossenschaften und der DGUV. Sie definieren sieben Teilbereiche der Betriebsanweisungen. Dazu gehören:

• Bereich, auf welchen die Betriebsanweisung angewendet werden soll
• Darstellung der Gefahren, welche von den einzelnen Gefahrstoffen ausgehen
• Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen, die zu beachten sind
• Verhalten im Falle von Störungen
• Maßnahmen der Ersten Hilfe und bei Unfällen mit Gefahrstoffen
• Hinweise zur fachgerechten Entsorgung von Gefahrstoffen
• Konsequenzen, die bei der Nichteinhaltung der Betriebsanweisung drohen

Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für die Brandprävention!

Auch wenn Sie sich an all die genannten Vorschriften und Pflichten halten, kann es zu Bränden in Unternehmen kommen. Zu den wichtigsten Brandursachen gehören Nachlässigkeiten Ihrer Mitarbeiter. Obwohl sie wissen, wie sie sich eigentlich verhalten müssten, tun sie es oft aus purer Bequemlichkeit nicht. Deshalb machen ergänzend zu den Anweisungen zum Umgang mit Gefahrstoffen allgemeine Betriebsanweisungen Sinn.

Der beste Weg ist es, deren Einhaltung zu einem Bestandteil der Arbeitsverträge zu erklären. Dann haben Sie die Möglichkeit, Verstöße gegen die innerbetrieblichen Brandschutzmaßnahmen mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen zu sanktionieren. Dafür eignet sich das Mittel der Abmahnung zum Arbeitsvertrag. Nach mehreren gleichartigen Verstößen binnen kurzer Zeit könnten sie nachlässige Mitarbeiter sogar fristlos kündigen. Dadurch haben Sie ein gutes Druckmittel, mit dem Sie die Einhaltung der Brandschutzvorschriften im Betrieb durchsetzen können.

Ständige Aufmerksamkeit ist eine gute Brandvorbeugung

Ein guter Weg ist es, wenn sich die Mitarbeiter gegenseitig ein wenig im Auge behalten. Natürlich sollten Sie kein „Petzen“ provozieren und Ihr Unternehmen nicht nach dem Vorbild der Staatssicherheit in der ehemaligen DDR aufbauen. Fördern Sie im Interesse der effizienten Brandprävention stattdessen die kollegiale Kommunikation, die Zivilcourage und die Kritikfähigkeit Ihrer Mitarbeiter.

Das befähigt Ihre Belegschaft, sich gegenseitig auf Fehler aufmerksam zu machen, bevor sie katastrophale Folgen haben. Arbeiten Sie in Ihrem Unternehmen mit Zeitnormen, ist ein weiterer Fakt von Bedeutung. Setzen Sie die Normen bitte so, dass eine Erfüllung des Solls auch unter Berücksichtigung aller Sicherheitsmaßnahmen möglich ist. Das gilt für Bandtakte genauso wie für die Normen für einzelne Arbeitsplätze oder Arbeitsschritte.

Schutzkleidung, Brandschutz, Arbeitssicherheit
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Arbeitsplatzausstattungen und Schutzkleidung sind beim Brandschutz wichtig!

Bei vielen Arbeiten besteht die Gefahr, dass Funken die Kleidung Ihrer Mitarbeiter entzünden. Deshalb kommt es auch auf die Brandprävention durch geeignete Schutzkleidung an. Das beginnt bereits beim Koch, der Speisen über einem offenen Grillfeuer zubereitet. Hier sind Schürzen wichtig, die sich im Ernstfall schnell ablegen lassen. Spezialkleidung für beispielsweise für Schweißer und Löter ist eine Selbstverständlichkeit.

Auch die Arbeitsplatzgestaltung leistet einen Beitrag zur Brandprävention. Die Palette der Möglichkeiten reicht von feuerfesten Ablagen für heiße Gegenstände über Abfallbehälter aus Edelstahl bis hin zu den notwendigen Bewegungsflächen. Sogar regelmäßige Reinigungsarbeiten tragen zum Brandschutz bei. Ein gutes Beispiel dafür sind die Dunstabzugshauben in gewerblichen Küchen. Je mehr Fettdünste sich dort anlagern, desto mehr steigt die Gefahr eines Brandes durch die vom Herd aufsteigende Hitze.

Brandprävention für IT-Systeme stellt besondere Ansprüche

Bei der Brandvorbeugung bei IT-Systemen gibt es mehrere Schwerpunkte. Hochleistungsrechner benötigen eine regelmäßige Wartung, damit keine Elektrobrände durch einen Hitzestau in den Gehäusen entstehen können. Auch müssen Sie für eine optimale Wärmeableitung in den Serverräumen sorgen, um eine Verringerung der Brandgefahren zu erreichen. Nicht zuletzt dient sogar der Schutz Ihrer firmeninternen Netzwerke dem Brandschutz. Mit einer zuverlässigen Firewall können sie verhindern, dass Hacker Ihre Drucker gezielt überlasten.

Dabei spielen Laserdrucker eine besondere Rolle. Diese sollten Sie für die Brandprävention außerhalb der Geschäftszeiten am besten von der Stromversorgung trennen. Wie Sie sehen, sind es in der Praxis zahlreiche Kleinigkeiten, welche die Brandrisiken minimieren. Genau dafür müssen Sie Ihre Mitarbeiter in den regelmäßigen Brandschutzbelehrungen sensibilisieren.

Welche Vorteile bringen Investitionen in hochwertigen Brandschutz?

Einige Vorteile haben wir bereits benannt. Dazu gehören beispielsweise Einsparungen bei den Beiträgen für die Gebäudeversicherung und die Inventarversicherung. In einigen Unternehmen ist dabei sogar die Einrichtung einer Betriebsfeuerwehr lukrativ. Doch die wirtschaftlichen Vorteile effizienter Brandschutzsysteme gehen noch ein ganzes Stück weiter. Bei einem Brand verlieren Sie Sachwerte, welche in der Regel die Versicherungen ersetzen.

Doch was ist beispielsweise mit dem gesammelten Wissen, welches auf verbrannten Computern gespeichert und nirgendwo anders gesichert war? Das ist bis auf die Gedächtnisinhalte Ihrer Mitarbeiter unwiederbringlich verloren. Dadurch können Sie wertvolle Wettbewerbsvorteile verlieren. Produktionsausfälle durch Brände regulieren ebenfalls die Versicherungen. Doch Kunden, die Sie durch Lieferverzögerungen verlieren, können Ihnen die Versicherungen nicht zurückbringen.

Brandvorbeugung schützt Menschenleben und macht Ihr Unternehmen beliebter

Das Leben Ihrer Mitarbeiter ist genau wie deren Gesundheit nicht ersetzbar. Daran ändern auch Entschädigungen nichts, welche die Versicherungen zahlen. Deshalb steht der Schutz der Menschenleben an oberster Stelle. Das ist ein Grund, warum in Deutschland die Brandprävention zu den Fürsorgepflichten der Arbeitgeber gehört. Bedenken Sie aber einen weiteren Fakt. In einem Unternehmen mit mangelhaftem Brandschutz möchte niemand arbeiten.

Dieser Aspekt macht sich in Zeiten mit knappem Fachkräftenachwuchs gleich doppelt negativ bemerkbar. Dann achten die Bewerber nicht nur auf die Art des Jobs und die Bezahlung. Sie legen ergänzend großen Wert auf gute Arbeitsbedingungen und die Sicherheit am Arbeitsplatz. Können Sie diese Ansprüche befriedigen, haben Sie bei der Fachkräftesuche bessere Chancen als die Konkurrenz.

Brände im Unternehmen haben auch Auswirkungen auf Kunden

Ihre Kunden erfahren aus den Nachrichten ebenfalls, wenn es bei Ihnen zu Zwischenfällen oder Bränden kommt. Darunter leidet ihr Image, egal ob Sie ein Hersteller, Händler oder Dienstleister sind. Von Betriebsbränden geht also eine äußerst negative Werbewirkung aus, die Sie Kunden, Umsätze und Gewinne kostet. Das heißt, die Investitionen in den Brandschutz und die Brandvorbeugung sind immer mehrfach lohnenswert.

Autor: Redaktion Safety Xperts


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