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Was macht ein Brandschutzbeauftragter?

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Brandschutzbeauftragter

Ein Brandschutzbeauftragter hat die Aufgabe, den Arbeitgeber in allen Fragen des Brandschutzes fachmännisch zu beraten – in kleineren bis mittelgroßen Betrieben meist neben ihren Hauptaufgaben. Sie sollen mögliche Brandgefahren frühzeitig erkennen, richtig beurteilen und ggf. Gegenmaßnahmen vorschlagen können. Sie erstellen z. B. Brandschutzpläne, sorgen für funktionsfähige Löscheinrichtungen, führen Rettungsübungen durch und sind Ansprechpartner für Feuerwehren und Behörden.

Eine gesetzliche Verpflichtung zur Benennung von Brandschutzbeauftragten gibt es für Betreiber von bestimmten Sonderbauten. Darunter fallen beispielsweise Büro- und Verwaltungsgebäude mit mehr als 3.000 m² Geschossfläche, Industriebauten mit Geschossflächen von insgesamt mehr als 5.000 m² sowie Verkaufsstätten. Geregelt ist das in den Bauordnungen, Verkaufsstättenverordnungen und Industriebaurichtlinien der Länder. Den meisten Unternehmen ist es jedoch freigestellt, ob sie einen Brandschutzbeauftragten benennen oder nicht. Allerdings: Feuerversicherungen sehen es gern, wenn (vor allem besonders brandgefährdete) Betriebe einen Brandschutzbeauftragten an Bord haben – oft belohnen sie das auch mit Prämiennachlässen. Schulungen für Brandschutzbeauftragte bieten unter anderem die TÜVs an.

Neben der Anforderung, dass Brandschutzbeauftragte persönlich und fachlich geeignet sein müssen, gibt es für diese Aufgabe keine gesetzlichen Ausbildungsregelungen. Zu empfehlen ist allerdings eine Ausbildung nach den Richtlinien der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes. Deren Dauer beträgt – je nach Vorkenntnissen – ca. eine Woche oder länger.

Brandschutzbeauftragter? Ein Tipp

Keine Angst: Als Brandschutzbeauftragter müssen Sie normalerweise nicht befürchten, persönlich zur Verantwortung gezogen zu werden, wenn doch einmal etwas passiert. Denn Sie haben – ähnlich wie die Sicherheitsfachkraft – nur eine beratende und unterstützende Funktion, d. h. die Verantwortung für die Umsetzung Ihrer Vorschläge verbleibt bei der Geschäftsleitung. Allenfalls bei grober Fahrlässigkeit (etwa absichtliches Verschweigen einer Gefahrenquelle, weil sie einen schludrigen Kollegen schützen wollen) könnten strafrechtliche und ggf. zivilrechtliche Folgen auf Sie zukommen.

Empfehlung

Falls Sie zum Brandschutzbeauftragten benannt werden sollen, lassen Sie sich mit Ihrer Benennung eine möglichst detaillierte schriftliche Aufgabenbeschreibung aushändigen, die von Ihrem Chef unterschrieben ist. Achten Sie darauf, dass darin auch geregelt ist, wie viel Zeit Sie für Ihre Aufgaben zur Verfügung haben und welche Mittel (z. B. für den Besuch von Tagungen und Fortbildungen usw.) Ihnen dafür zur Verfügung stehen. So sind Sie für Ihre Aufgaben als Brandschutzbeauftragter bestens gewappnet!

Autor: Rafael de la Roza

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