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Feuerlöscherpflicht: Worauf Sie bei der Ausstattung Ihres Betriebs achten sollten?

Feuerlöscherpflicht

Feuerlöscherpflicht: Feuerlöscher sind unverzichtbare Brandschutzeinrichtungen für den Soforteinsatz bei einem Entstehungsbrand. Die Anforderungen an die Ausstattung Ihres Betriebs mit Feuerlöscheinrichtungen ergeben sich aus den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR). Die Art der Feuerlöscheinrichtung wird durch die ASR aber nicht vorgeschrieben. Dabei hängt der Löscherfolg entscheidend von der Art des Löschmittels ab.

Bei der Auswahl des Löschmittels ist die Art des Brandgutes entscheidend. Die nachstehende Übersicht liefert Ihnen hier wichtige Anhaltspunkte.

Feuerlöscherpflicht beachten!

Kohlendioxidlöscher

In Bereichen mit elektrischen Geräten oder empfindlichen Anlagen sollten Sie Kohlendioxidlöscher vorhalten. Diese löschen rückstandsfrei, sind aber nicht ungefährlich. Der Grund: Kohlendioxid ist schwerer als Luft und verdrängt die Raumluft. Besonders bei langen Löschvorgängen sowie in tiefgelegenen und/ oder kleinen Räumen kann es daher für die löschende Person zu akutem Sauerstoffmangel kommen.

Wasserlöscher

Arbeitsbereiche, in denen sich große Mengen an Papier, Umkartons, Verpackungsmaterial usw. befinden, sollten Sie mit Wasserlöschern ausstatten. Diese sind insbesondere für das Löschen von festen, glutbildenden Stoffen zugelassen.

Schaumlöscher

Für Bereiche, in denen neben festen, glutbildenden Stoffen auch brennbare Flüssigkeiten wie Lösemittel vorhanden sind, eignen sich Schaumlöscher.

ABC-Pulverlöscher

Diese Trockenlöscher haben ein breites Einsatzspektrum. Sie zeigen bei Bränden von festen, flüssigen und gasförmigen Stoffen eine gute Löschwirkung. Der Nachteil: Beim Löschen entsteht eine große Löschmittelwolke. Dadurch wird ein kontrolliertes Löschen erschwert, da der Brandherd schlecht zu erkennen ist. Daher sollten Sie solche Löscher nur vorhalten, wenn ein Gasbrand ausbrechen kann. Gerät eine Gaskartusche mit geringem Inhalt in Brand, sollten Sie diese kontrolliert ausbrennen lassen. Sofern möglich, ist auf jeden Fall die Gaszufuhr durch das Schließen des Ventils zu unterbrechen.

Worauf Sie bei der Brandbekämpfung im Bereich elektrischer Anlagen achten müssen

Mit Wasser- und Schaumlöschern lassen sich Brände sehr gezielt löschen. So wird der Löschmittelschaden gering gehalten. Der Löschvorgang kann gut kontrolliert werden, da der Brand sichtbar bleibt. Allerdings ist bei Löschmaßnahmen von unter Spannung stehenden elektrischen Anlagen eine besondere Vorsicht geboten: Der Sicherheitsabstand von mindestens 3 m zwischen Wasserlöschern mit Vollstrahl und Schaumlöschern und elektrischen Anlagen mit Spannungen bis 1.000 Volt muss unbedingt eingehalten werden. Bei Wasserlöschern mit Sprühstrahl, Pulverlöschern und Kohlendioxidlöschern reicht ein Sicherheitsabstand von 1 m aus.

Download Hinweis: Mit dem Berechnungsmodul http://brandschutz.portal.bgn.de/8202 können Sie die benötigten Mengen an Feuerlöschern ermitteln.

Autor: Gabriele Janssen

 

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