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KW 33/2026
KW 33/2026

Top-Thema: Unterstützen statt Rätseln! Zeigen Sie Führungskräften, wann und wie sie bei Verdacht auf psychische Probleme handeln müssen.

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Block : Editorial

Zurück ist nicht automatisch gesund

Liebe Leserin, lieber Leser,

in meiner Arbeit als Coach erlebe ich oft, wie starre Arbeitsbedingungen Menschen an ihre Grenzen bringen. Besonders deutlich wurde mir das bei einer Coachee, die nach monatelanger Burnout-Krankschreibung motiviert ins BEM startete. Die Stunden wurden reduziert, das Arbeits­volumen angepasst – und zunächst fand sie Schritt für Schritt zurück. Nur: An den eigentlichen Rahmenbedingungen änderte sich nichts. Die alten Hürden, Konflikte und Reibungsverluste warteten schon am Arbeitsplatz. Aus Hoffnung wurde Frust. Nicht die Arbeitsverhältnisse galten als Problem, sondern sie selbst. Das ist fatal. Wer Rückkehr nur als Anpassung der Person versteht, verspielt Vertrauen, Motivation und Leistungsbereitschaft. Am Ende blieb bei ihr nur die innere Kündigung. Deshalb braucht eine gute Wiedereingliederung mehr als reduzierte Stunden: Sie braucht den ehrlichen Blick auf die Arbeit selbst.

Viele Grüße

Svenja Dammasch

Rafael de la Roza

Rafael de la Roza war viele Jahre in führenden Funktionen bei Zertifizierungsorganisationen für Produkte und Systeme tätig, bevor er sich 2002 als Berater für Produktzertifizierungen und Qualitätsmanagementsysteme selbstständig machte. Als Fachautor und Chefredakteur gibt er sein Wissen in verschiedenen Publikationen zur Arbeitssicherheit weiter. Der Pragmatiker: „Fachchinesisch ist mir fremd, damit ist niemandem geholfen.“ Rafael de la Roza versteht es, komplizierte Sachverhalte leicht verständlich auf den Punkt zu bringen, so dass der Praktiker vor Ort Maßnahmen schnell umsetzen kann.

✉ redaktion@safetyxperts.de

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Leistungsstark bis zum Zusammenbruch – der Trugschluss der unendlichen Belastbarkeit
Leistungsstark bis zum Zusammenbruch – der Trugschluss der unendlichen Belastbarkeit

Psychische Krisen treffen keineswegs nur Beschäftigte, die ohnehin unsicher oder weniger belastbar wirken. Im Gegenteil: Häufig geraten gerade diejenigen in die Risikozone, die Führungskräfte als ihre „Allzweckwaffen“ schätzen – die Zuverlässigen, die Engagierten, die Leistungsträger. Hier liegt eine gefährliche Falle: Überengagement wird im Führungsalltag schnell mit mentaler Stabilität verwechselt. Wer nie „Nein“ sagt, ist aber nicht automatisch unbegrenzt belastbar. Vielleicht zieht diese Person einfach nur keine Grenzen. Und genau das kann auf Dauer fatal werden.

40 % – psychisch krank, dauerhaft raus?
40 % – psychisch krank, dauerhaft raus?

Mehr als 40 % aller neuen Erwerbsminderungsrenten entfielen 2024 auf psychische Störungen. Diese Zahl zeigt, wie gravierend die Folgen psychischer Erkrankungen für das Arbeitsleben inzwischen sein können.

Veränderungen wahrnehmen – respektvoll reagieren
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Psychische Belastungen oder Erkrankungen zeigen sich im Arbeitsalltag oft nicht sofort eindeutig. Häufig fallen zunächst nur Veränderungen im Verhalten auf: Eine sonst zuverlässige Kollegin wirkt plötzlich gereizt, ein Mitarbeiter zieht sich immer stärker zurück oder es häufen sich Fehler und Missverständnisse. Gleichzeitig entsteht im Team oft Unsicherheit: Darf ich das überhaupt ansprechen? Übertreibe ich vielleicht? Und wie reagieren wir, ohne jemanden auszugrenzen oder zu bevormunden?

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