Praxishilfe: Checkliste - Arbeitsschutz - Gewalt

„Da kann man nichts machen?“ – Doch! Treffen Sie wirksame Maßnahmen gegen Gewalt

Beschimpfungen, Bedrohungen, körperliche Übergriffe – Gewalt am Arbeitsplatz nimmt zu. Und auch wenn sich viele Führungskräfte machtlos fühlen: Sie können und müssen handeln. Unsere Checkliste zeigt, wie Sie Ihre Beschäftigten […]
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Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

03.02.2026

Arbeitshilfen

  • „Da kann man nichts machen?“ – Doch! Treffen Sie wirksame Maßnahmen gegen Gewalt

Beschimpfungen, Bedrohungen, körperliche Übergriffe – Gewalt am Arbeitsplatz nimmt zu. Und auch wenn sich viele Führungskräfte machtlos fühlen: Sie können und müssen handeln. Unsere Checkliste zeigt, wie Sie Ihre Beschäftigten mit technischen, organisatorischen und persönlichen Maßnahmen wirksam schützen.

Ob im Kundenkontakt, bei Kontrollen, in der Pflege oder im Außendienst – immer mehr Beschäftigte erleben Situationen, die eskalieren. Dabei ist Gewalt nicht immer körperlich. Schon Beleidigungen, Bedrohungen oder das bewusste Überschreiten von Grenzen zählen dazu. Viele Führungskräfte glauben: „Da kann man nichts machen.“ Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Wer das Risiko kennt, kann systematisch vorbeugen – mit baulichen Maßnahmen, klaren Abläufen, passenden Schulungen und einer Unternehmenskultur, die null Toleranz gegenüber Gewalt zeigt.

Viele Betroffene sprechen Gewalterlebnisse im Arbeitsumfeld nicht an

In einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gaben 2022 rund 60 % der betroffenen Frauen und 50 % der Männer an, dass sie mit einer anderen Person über die Vorfälle gesprochen hätten und das oft erst, nachdem sie mehrmals Gewalt ausgesetzt waren. Die Gründe sind vielfältig: Scham- und Schuldgefühle oder Betroffene wollen nicht als schwach wahrgenommen werden. Oft fehlt auch das Vertrauen, dass der Arbeitgeber sich der Sache annehmen wird – leider häufig zu Recht. Arbeitgeber sind also aufgefordert, nicht zu warten, bis es zu Gewaltereignissen kommt, sondern präventiv tätig zu werden. Dies beginnt bei der Analyse von Situationen auf mögliche Gewaltauslöser und endet bei Maßnahmen zur Unterstützung von Personen, die dennoch Opfer von Angriffen werden.

Die nachfolgende Checkliste hilft Ihnen einzuschätzen, wie gut Sie in Ihrem Betrieb auf mögliche Gewaltereignisse vorbereitet sind. Jede Frage, die Sie mit „Nein“ beantworten, zeigt Ihnen mögliche Ansatzpunkte auf, mit denen Sie die Sicherheit und den Schutz der Beschäftigten vor Gewalt am Arbeitsplatz verbessern können.

Mein Tipp

Unter dem Motto #Gewaltangehen finden Sie zahlreiche Informationen sowohl für Führungskräfte als auch für Beschäftigte. Ebenfalls dort herunterladbar: ein Napo-Unterweisungsfilm zum Thema. https://t1p.de/gewaltangehen