Arbeitshilfe
Poster zu Brandgefahren am Arbeitsplatz: Damals wie heute im Fokus
Oliver Kienzler
Feuer ist die größte Gefahr für Betriebe, unabhängig von der Branche. Das galt vor 100 Jahren schon genauso wie heute. Entsprechend ist auch das Thema Brandschutz immer noch so aktuell wie eh und je, auch wenn im Laufe der Jahre die Präventionsmöglichkeiten und -maßnahmen immer ausgefeilter geworden sind. Doch ein Blick in die Historie zeigt, dass man sich auch früher schon gezielt Gedanken zum Thema Brandschutz gemacht hat.
Wer in alten Betriebsunterlagen nachforscht und dabei auf Versicherungspolicen aus den 1950er- oder 1960er-Jahren stößt, erkennt schnell, dass schon damals das Brandrisiko als Gefährdung für Gebäude, Einrichtung und Belegschaft oberste Priorität hatte. Auch in den Bauordnungen der 1920er- und 1930er-Jahre waren klare Angaben zu Brandmauern, Abständen und Bekleidungen von Wänden vorgegeben, die explizit auf die Gefahr durch Feuer und dessen Ausbreitung ausgelegt waren.
In den 1950er-Jahren war die DIN 4102 bereits etabliert und klassifizierte Bauteile nach ihrer Feuerwiderstandsfähigkeit (z. B. feuerhemmend, F 30). Brandwände und räumliche Trennungen waren die primären Mittel, um die Ausbreitung von Bränden in den oft eng bebauten Fabriken zu begrenzen. In Betrieben kamen zunehmend manuelle Feuerlöscher zum Einsatz. Jedoch war ein systematischer „Brandschutzbeauftragter“ nach heutigem Verständnis noch kein Standard. Brandschutz wurde oft als „Gemeinschaftsaufgabe“ der Belegschaft gesehen, wobei die Verantwortung primär beim Unternehmer lag. Heute gibt es zwar Brandschutzbeauftragte, aber auch heute gilt noch: Brandgefahren am Arbeitsplatz zu erkennen, ist Aufgabe aller. Dabei hilft Ihnen dieses Poster, das garantiert auch in Ihrem Betrieb Aufmerksamkeit schafft.
