Praxishilfe: Checkliste - Personalorganisation - Urlaubszeit
Wenn viele fehlen, wird’s stressig – sicher und entspannt arbeiten trotz dünner Personaldecke
Svenja Dammasch
- Arbeitshilfe
- Checkliste
- Prävention am Arbeitsplatz
- psychische Belastung
- Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz
Der Sommer steht vor der Tür – und mit ihm die Urlaubszeit. Was nach Entspannung klingt, wird im Betrieb schnell zur Belastungsprobe: Weniger Personal, mehr ungewohnte Aufgaben, mehr Improvisation und der Druck, „es trotzdem hinzubekommen“. Genau hier entstehen Risiken und Belastungen. Sicherheit braucht Struktur – und die geht im Ferienmodus gerne verloren.
Kollegen genießen den wohlverdienten Urlaub – im Betrieb dagegen steigt der Druck. Führungskräfte und Projektverantwortliche sind nicht da: Wer trifft jetzt die notwendigen Entscheidungen, damit Termine gehalten und Kunden bedient werden können?
Gleichzeitig werden Aufgaben umverteilt. Beschäftigte übernehmen ungewohnte Tätigkeiten, um personelle Engpässe auszugleichen. Leiharbeitnehmende sollen unterstützen, doch es fehlt an Zeit und Personal für eine saubere Einarbeitung. Die Folge: Beschäftigte übernehmen Aufgaben, für die ihnen Erfahrung oder Routine fehlen. Gefährdungen werden falsch eingeschätzt oder schlicht übersehen.
Wenn Struktur fehlt, steigt das Risiko
Fehlt die Struktur, wird die Urlaubszeit schnell zur Stressfalle – und im schlimmsten Fall zur Unfallquelle. Gerade jetzt ist es entscheidend, bewusst gegenzusteuern. Die untenstehende Checkliste hilft Führungskräften, den Fokus auf das Wesentliche zu legen: klare Zuständigkeiten, funktionierende Kommunikation und eine realistische Einschätzung dessen, was unter den gegebenen Bedingungen überhaupt sicher machbar ist.
Mein Tipp
Es hat sich bewährt, den letzten Arbeitstag vor dem Urlaub und den ersten Tag nach der Rückkehr konsequent zu blocken. Wer seine Abwesenheitsnotiz entsprechend aktiviert, schafft sich ein Zeitfenster für strukturierte Übergaben. Der erste Tag nach dem Urlaub dient dazu, sich einen Überblick über E-Mails, Aufgaben und aktuelle Entwicklungen zu verschaffen, statt direkt im Tagesgeschäft unterzugehen. Sonst verpufft die ganze Urlaubserholung schon an Tag 1.
