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Coronavirus: Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter schützen?

© Temo Sukhitashvili – Shutterstock
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Das Coronavirus (SARS-CoV-2) hatte und hat das öffentliche Leben in Deutschland im Griff. Der Shutdown wird gerade schrittweise gelockert. Doch wie können Unternehmen das Vertrauen der Mitarbeiter in die eigene Sicherheit am Arbeitsplatz wiederherstellen? … Und ihre Mitarbeiter zukünftig vor diesem und ähnlichen Viren schützen? (Aktualisiert am 12.06.20)

Arbeitgeber haben gegenüber ihren Mitarbeitern eine Fürsorgepflicht. Gerade in der Corona-Krise ist es wichtig, dass der Arbeitsschutz gewährleistet ist. Dennoch sind sie in der Regel medizinische Laien. Wir haben Ihnen einen Hygieneplan zusammengestellt sowie alle relevante Fragen und Antworten zur Pandemie.

    Coronavirus: So erstellen Sie einen Hygieneplan

    Um die Mitarbeiter zu schützen, müssen Unternehmen einen Hygieneplan erstellen. Für den Mitarbeiterschutz ist der Hygieneplan unerlässlich. Dennoch muss jeder Plan auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten werden. Allerdings gibt es bestimmte Richtlinien, die jeder Betrieb in den Hygieneplan zum Schutz vor Corona-Infektionen mit aufnehmen kann.

    1. Was ist ein Hygieneplan?

    Ein Hygieneplan enthält alle verbindlichen Anweisungen des Arbeitgebers. An den Plan müssen sich die Beschäftigten halten, die in einem hygienischen Bereich arbeiten. Durch den Hygieneplan soll die Verbreitung von Infektionen im Betrieb vermieden und vorgebeugt werden. Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, den Hygieneplan stets auf dem aktuellen Stand zu halten und die Regularien anzupassen.

    Sowohl Einrichtungen des Gesundheitswesens als auch Betriebe der Lebensmittelbranche müssen über Hygienepläne zum Mitarbeiterschutz verfügen. Beispiele sind Krankenhäuser, Dialyseeinrichtungen, Alten- und Pflegeheime, Betriebe des Einzelhandels sowie Bäckereien und Metzgereien. In Krankenhäusern sowie in Alten- und Pflegeheimen sollen die Hygienepläne nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Patienten schützen.

    Zudem müssen Arbeitgeber dafür sorgen, dass mindestens einmal pro Jahr eine Unterweisung der Hygienemaßnahmen im Betrieb stattfindet. Ein Hygieneplan zeigt nur dann Wirkung, wenn die darin festgehaltenen Vorschriften auch konsequent umgesetzt werden.

    2. Was ist das Ziel eines Hygieneplans?

    Mit dem Hygieneplan sollen die Mitarbeiter dazu angehalten werden, die darin aufgeführten Hygienemaßnahmen umzusetzen. Darüber hinaus hat der Hygieneplan das Ziel, die Verschleppung von Keimen zu verhindern. Arbeitgeber müssen deshalb im Vorfeld der Erstellung des Plans die unterschiedlichen hygienischen Anforderungen der einzelnen Arbeitsbereiche feststellen.

    Darüber hinaus gibt es in jedem Betrieb einen Hygiene-Ist-Zustand. Auf dieser Grundlage wird der Hygieneplan erstellt. Jeder einzelne Faktor, der Einfluss auf den Hygiene-Ist-Zustand nehmen kann, muss im Hygieneplan mit aufgenommen und entsprechend bewertet werden. Zu den Faktoren zählen beispielsweise Erkältungen und andere Infektionen der Mitarbeiter. Darüber hinaus kann der anfallende Müll im Unternehmen Einfluss auf den Hygienestatus nehmen.

    3. Wie müssen Hygienepläne gestaltet sein?

    Wichtig bei der Erstellung des Hygieneplans ist die Verwendung der einfachen Sprache. Jeder Beschäftigte muss den Plan verstehen können. Außerdem müssen die Vorschriften des Plans so gestaltet sein, dass sie in der Praxis leicht umzusetzen sind. Hygienepläne werden zudem unterschieden in:

    • Händedesinfektionspläne
    • Flächendesinfektionspläne
    • Geräte- und Anlagendesinfektionspläne

    Hygienepläne unterscheiden sich stark voneinander. Die Anzahl der Mitarbeiter im Betrieb sowie die Einstufung des hygienischen Umfelds sind weitere Faktoren, die auf die Erstellung eines Hygieneplans Einfluss nehmen.

    Das Hygienekonzept eines Betriebs kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle Mitarbeiter die Hygienemaßnahmen umsetzen. Darüber hinaus muss die Unterweisung dokumentiert werden. Somit wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter über den Plan unterrichtet wurden. Außerdem sollte jeder Mitarbeiter seine Unterschrift unter die Unterweisung setzen. Damit geben sie ihr Einverständnis, die Regeln des Hygieneplans jederzeit zu befolgen.

    4. Welche weiteren Inhalte muss ein Hygieneplan enthalten?

    Ein Hygieneplan muss außerdem die Aufbereitung von Medizinprodukten sowie Vorschriften zur Abfallentsorgung enthalten. In Krankenhäusern, Dialyseeinrichtungen und Tageskliniken gehören beispielsweise der Kanülenabwurf oder die Entsorgung von infektiösem Material dazu.

    Weitere Inhalte des Hygieneplans sind Angaben zur Personalhygiene. Außerdem müssen Vorschriften zum Umgang mit Dienst- und Schutzkleidung Bestandteil der Pläne sein. Das Gleiche gilt für allgemeine Hygienemaßnahmen, wie beispielsweise Händewaschen, Händepflege und Händedesinfektion. Darüber hinaus gehört die Vorschrift zum Tragen von Schutzhandschuhen in einen Hygieneplan.

    Hygienepläne müssen zudem Hygienemaßnahmen bei Diagnostik, Pflege und Therapie enthalten. Dazu gehören neben dem Tragen von Schutzkleidung die Durchführung der Haut- und Schleimhautdesinfektion vor Injektionen, Punktionen und invasiven Eingriffen. Diese Hygienemaßnahmen beziehen sich speziell auf Klinken und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens. Auch die Patientenvorbereitung vor invasiven Eingriffen muss Eingang in den Hygieneplan eines Gesundheitsbetriebs finden.  

    Generelle Informationen zu Inhalten eines Hygieneplans bieten die Gesundheitsämter der Städte und Kommunen sowie das Robert-Koch-Institut.

    5. Wie kann ein Hygieneplan graphisch aussehen?

    Hygienepläne können in Tabellenform geschrieben sein. Im Tabellenkopf stehen:

    • Welche Maßnahmen?
    • Durchführung der Maßnahmen
    • Womit werden die Maßnahmen durchgeführt?
    • Wann werden die einzelnen Hygienemaßnahmen durchgeführt? (Bezug auf die Häufigkeit)

    Zu den Hygienemaßnahmen zählen:

    • Reinigung
    • Schutz
    • Desinfektion
    • Tragen von Handschuhen
    • Pflege

    6. Was sind die rechtlichen Grundlagen für Hygienepläne?

    Bei Hygieneplänen handelt es sich um die Umsetzung des Infektionsschutzgesetztes (IfSG). Allerdings ist der Infektionsschutz Aufgabe der einzelnen Bundesländer. In § 23 Abs. 5 IfSG heißt es:

    Die Landesregierungen können durch Rechtsverordnungen vorsehen, dass Leiter von Zahnarztpraxen sowie Leiter von Arztpraxen und Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe, in denen invasive Eingriffe vorgenommen werden, sicherzustellen haben, dass innerbetriebliche Verfahrensweisen zur Infektionshygiene in Hygieneplänen festgelegt sind. Die Landesregierungen können die Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf andere Stellen übertragen.

    Infektionsschutzgesetz

    Das IfSG bezieht sich in erster Linie auf Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Tageskliniken, Entbindungseinrichtungen sowie andere Einrichtungen der Gesundheitsbranche. Gemäß § 5 Abs. 1 unterliegen diese Gesundheitsbetriebe der infektionshygienischen Überwachung durch das Gesundheitsamt

    7. Gibt es Musterhygienepläne?

    Die Fachzeitschrift „Arbeitsschutz & Hygiene im Gesundheitswesen“ stellt Ihnen einen Musterhygieneplan in Verbindung mit einem Gratis-Test kostenfrei zur Verfügung.

    Fazit zum Hygieneplan

    Angesichts der aktuellen Situation ist es wichtig, dass Unternehmen ihre Hygienepläne aktualisieren. In Zeiten des Coronavirus sind die Pläne besonders wichtig und müssen von allen Mitarbeitern befolgt werden. Der Mitarbeiterschutz hat für Unternehmen während der Coronakrise oberste Priorität. Dies gilt auch dann, wenn die Krise überwunden ist. Und: Je besser Ihre Maßnahmen dokumentiert sind, desto eher fassen die Mitarbeiter wieder Vertrauen.

    Wenn sich der Arbeitgeber nicht selbst um die Erstellung eines Hygieneplans kümmern kann, kann er die Erstellung an einen Mitarbeiter des Betriebs delegieren. In vielen Unternehmen gibt es einen Sicherheitsbeauftragten, der sich um die Erstellung des Plans kümmert. Es muss kein spezieller Corona-Hygieneplan erstellt werden. Die Hygienemaßnahmen sollten jedoch den medizinischen Erkenntnissen zu dem Virus angepasst werden.

    Hinweis: Das neuartige Coronavirus wird bleiben. In Zukunft wird die Bevölkerung mit der Erkrankung leben müssen. Bis ein wirksamer Impfstoff entwickelt und getestet wird, muss man mit temporären Steigerungsraten der Infektionszahlen rechnen. Hygienepläne in Unternehmen können daher nur ein Teil der Unternehmensstrategie sein.

    SARS-Cov-2: Hygienevorschriften für Betriebe

    Ausreichende Hygiene ist für Betriebe unerlässlich. Sowohl das RKI als auch die WHO weisen auf ihren Webseiten darauf hin, dass Hygiene der beste Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus ist. Aufgrund der Fürsorgepflicht müssen Arbeitgeber ihre Beschäftigten über die Hygienevorschriften informieren und im Notfall Schulungen dazu anbieten.

    Hygienevorschriften gegen Corona

    Die wichtigste Hygienevorschrift in Unternehmen ist die Händehygiene. In speziellen Einrichtungen, wie beispielsweise in Krankenhäusern oder im Einzelhandel, müssen den Mitarbeitern ausreichend Desinfektionsmittel und weitere Hygieneartikel zur Händedesinfektion zur Verfügung gestellt werden. Beispiele hierfür sind Flüssigseife und Papierhandtücher.

    Das richtige Händewaschen sollte darüber hinaus Eingang in die Hygienevorschriften finden. Unternehmen sollten ihren Beschäftigten daher folgende Tipps zum richtigen Händewaschen an die Hand geben:

    • Ausreichendes Anfeuchten der Hände mit Wasser
    • Verwendung von Seife
    • Neben den Handflächen sollten auch die Zwischenräume der Finger mit Seife gereinigt werden.
    • Fingerspitzen, Fingernägel und Daumen müssen ebenfalls gereinigt werden.
    • Das Waschen der Hände sollte mindestens 20 Sekunden unter fließendem und warmem Wasser erfolgen.

    Hinweis: Mitarbeiter sollten sich nicht mit ungewaschenen Händen durchs Gesicht fassen. Über die Schleimhäute können Erreger aufgenommen werden und Infektionen auslösen. So auch beim Coronavirus. Darüber hinaus sollten Beschäftigte in Zeiten von COVID-19 auf das Händeschütteln verzichten und den Mindestabstand von zwei Metern einhalten.

    Die Händedesinfektion ist auch nach jedem Toilettengang der Beschäftigten Pflicht. Obwohl es derzeit nicht erwiesen ist, dass das Coronavirus durch eine Schmierinfektion übertragen werden kann, müssen Mitarbeiter sich nach jedem Toilettengang ausreichend die Hände waschen.

    Mundschutz in der Hygienevorschrift

    In der Diskussion um Mundschutzmasken werden häufig die sogenannten FFP-Masken genannt. Diese partikelfilternden Halbmasken filtern die eingeatmete Luft. Das Material der Masken ist sehr fest. So gelangen beim Einatmen keine Viren in den Körper. Durch das kleine Ventil in der Mitte gelangt die ausgeatmete Luft allerdings ungefiltert nach draußen.

    Die FFP-Masken gibt es in drei Stärken. Medizinisches Fachpersonal sollte die Typen 2 oder 3 tragen. Allerdings ist es sehr schwer, durch die Masken zu atmen. Das betont auch der Virologe Professor Hendrick Streeck. Er ist Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik in Bonn. Seinen Angaben zufolge ist es unangenehm die Masken zu tragen, wenn man selbst Atemprobleme hat. Aus diesem Grund sei es vom Arbeitsschutz in Deutschland auch gar nicht erlaubt, die Masken lange zu tragen.

    Hinweis: Wer nicht direkt mit Corona-Patienten zusammenarbeitet, sollte die Masken nicht erwerben.

    Masken sollen schützen, nicht gefährden

    Das RKI weist explizit auf die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit SARS-CoV-2 hin.

    Diese Maßnahmen sind:

    • eine gute Händehygiene
    • Einhalten von Nies- und Hustenregeln
    • Abstandhalten von krankheitsverdächtigen Personen (bis zu zwei Meter)

    Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes dient vor allem dazu, Erreger, die vom Träger der Maske durch Tröpfchen verteilt werden, nicht in die Umgebung gelangen zu lassen. Sie dienen also insbesondere dem Schutz Dritter.

    Wichtig ist, dass sich Arbeitgeber und Beschäftigte nicht in falscher Sicherheit wiegen. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.

    Allgemeine Verhaltensweisen zum Schutz vor dem Coronavirus

    Unternehmen sollten in ihren Hygienevorschriften auch allgemeine Verhaltensweisen der Mitarbeiter aufnehmen, um eine Ansteckung mit Corona in der Belegschaft zu vermeiden. Folgende Vorschriften gehören dazu:

    • Husten und Niesen sollte stets in der Armbeuge erfolgen. Auf keinen Fall sollten sich die Hände vor den Mund und die Nase gehalten werden.
    • Für das Naseputzen sollten Papiertaschentücher verwendet werden. Diese sind einmalig zu benutzen. Nach jedem Gebrauch müssen sie sofort entsorgt werden.
    • Arbeitsplätze der Mitarbeiter sollten in ausreichender Entfernung voneinander stehen.
    • Unternehmen mit Großraumbüros sollten Regelungen dafür finden, dass sich nicht die gesamte Belegschaft in einem Raum befindet. Hier bieten sich Home-Office-Lösungen an. Mitarbeiter können sich mit der Heimarbeit abwechseln.
    • Jeder Beschäftigte sollte seinen Arbeitsplatz nach der Arbeit gründlich reinigen. Arbeitgeber müssen dafür Sorge tragen, dass genügend Desinfektionsmittel zur Verfügung steht.
    • Türklinken, Telefonhörer, Kopier- und Faxgeräte sollten ebenfalls mit Desinfektionsmittel behandelt werden, um Keime zu entfernen.

    SARS-CoV-2: Beurteilung der aktuellen Situation

    Vor allem das Robert-Koch-Institut sowie das Bundesgesundheitsministerium weisen auf die großen Gefahren durch das Coronavirus hin. In täglichen Pressemitteilungen geben beide Institute einen aktuellen Stand zu Zahlen über Neuinfektionen bekannt, informieren über die Infektions- und Sterberaten sowie über die derzeit laufenden Tests. Darüber hinaus informiert das RKI die Bevölkerung laufend über Schutzmaßnahmen vor dem Virus.

    Hinweis: Unternehmen sollten aufmerksam die aktuellen Geschehnisse rund um SARS-CoV-2 verfolgen. Dazu gehören die regelmäßigen Besuche der Webseiten des RKI und des BMG. Darüber hinaus sollten Arbeitgeber aufmerksam die tägliche Medienberichterstattung verfolgen.

    Was ist bei einem Verdacht auf SARS-CoV-2 zu beachten?

    Sollte ein Beschäftigter am Arbeitsplatz den Verdacht auf eine Corona-Infektion äußern, muss er sich dringend vom Arbeitsplatz entfernen und sich telefonisch mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen. Der Mediziner entscheidet aufgrund der Symptomschilderungen, ob der Beschäftigte auf das Virus getestet wird oder nicht. Die Tests werden in speziellen Testzentren durchgeführt.

    Sollten Mitarbeiter bereits zu Hause einen Verdacht auf eine Corona-Infektion haben, dürfen sie auf keinen Fall am Arbeitsplatz erscheinen. Stattdessen müssen sie sich telefonisch beim Arbeitgeber melden und den Verdachtsfall melden. In einem zweiten Schritt müssen sie ihren Hausarzt anrufen, der anhand der geschilderten Symptome über das weitere Vorgehen entscheidet.

    Wenn sich die Infektion bestätigt, wird der Mitarbeiter für vierzehn Tage in Quarantäne geschickt und ihm für den Zeitraum eine Krankmeldung ausgestellt. Danach muss der Arbeitgeber unverzüglich über die Infektion informiert werden.

    Hinweis: Arbeitgeber müssen ihre Beschäftigten regelmäßig über die Verhaltensweisen bei Verdacht auf eine Corona-Infektion informieren. Wichtig ist: der Hausarzt des Betroffenen hat das letzte Wort und stellt die Diagnose.

    Risikogruppen: Diese Menschen sind besonders gefährdet

    Zur sogenannten Risikogruppe gehören laut neuesten Erkenntnissen nicht nur Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen. Personen zwischen 35 und 59 Jahren sind vom Coronavirus ebenfalls stark betroffen. Der Verlauf der Erkrankung ist individuell. Manche Infektionen verlaufen mild. Andere wiederum haben einen schweren Verlauf.

    Darüber hinaus kann man zwar mit dem Virus infiziert sein, ohne es jedoch zu merken. Bei einer nicht minder großen Anzahl der Infizierten nimmt die Virusinfektion einen schweren Verlauf. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, kann die Corona-Infektion tödlich enden.

    Firmenschließung bei Corona-Infektion

    Sollte sich im Unternehmen der Verdacht bestätigen, dass sich ein oder mehrere Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt haben, können die Gesundheitsämter anordnen, den Betrieb zu schließen. In solch einem Fall greift das Infektionsschutzgesetz. Darin ist auch festgelegt, dass betroffene Unternehmen und Angestellte eine Entschädigung erhalten müssen.

    Unternehmen müssen ihren Beschäftigten für einen Zeitraum von sechs Wochen einen Verdienstausfall in Höhe ihres normalen Lohns zahlen. Sollte es zu einer längeren Betriebsschließung kommen, müssen die Gesundheitsämter dem Arbeitgeber und den Angestellten einen Lohnausgleich zahlen. Im Krankheitsfall würden dies die Krankenversicherungen übernehmen. Die Höhe der Leistung liegt bei rund 70 Prozent des Gehalts.

    Im Allgemeinen stimmen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über das weitere Vorgehen ab, wenn es Corona-Betroffene im Betrieb gibt. Wenn es einen Betriebsrat geben sollte, muss sich der Arbeitgeber mit diesem über das weitere Vorgehen abstimmen. Darüber hinaus können Sonderregelungen mit den Angestellten vereinbart werden.

    Fazit

    Das Coronavirus hat eine ungeahnte Krise ausgelöst und das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben auf den Kopf gestellt. Die Langzeitfolgen sind derzeit noch nicht absehbar. Fest steht, dass die Wirtschaft durch COVID-19 erhebliche Einbußen zu verzeichnen hat. Darüber hinaus werden viele kleine und mittelständische Betriebe in den kommenden Monaten Insolvenz aufgrund der Umsatzeinbußen anmelden.

    Da das Virus nicht einfach verschwindet, müssen sich auch Unternehmen in Zukunft auf ein erhöhtes Infektionsrisiko einstellen. Wichtig ist vor allem die Vorsorge. In regelmäßigen Abständen sollten sie eine Checkliste durchgehen und die wichtigsten Fragen abklären.

    Dazu gehören:

    • Ist der Hygieneplan auf dem neuesten Stand?
    • Sind die Hygienevorschriften vollständig?
    • Ist jedem Mitarbeiter bekannt, wie sich die Hände korrekt gewaschen werden?
    • Sind die Hygienevorschriften zur Händedesinfektion für alle einsehbar und verständlich?
    • Hat jeder Mitarbeiter die Unterweisung der Hygienevorschriften unterschrieben?
    • Ist der Betrieb bei einer Firmenschließung aufgrund Corona abgesichert?

    Wichtig ist die kontinuierliche Kommunikation zwischen dem Arbeitgeber und den Beschäftigten. Unternehmen müssen bei Pandemien, wie durch das Coronavirus, stets auf dem aktuellen Stand sein und ihre Mitarbeiter informieren. Auch wenn vor allem Staaten und Regierungen Pandemiepläne benötigen: Auch Unternehmen sollten einen Plan für Krisenfälle haben.

    Autor: Redaktion SafetyXperts


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