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10 Tipps, mit denen Sie dem Office Eye Syndrom vorbeugen

Office Eye Syndrom

Wir gehen ins Fitnessstudio, cremen unsere Haut ein und putzen uns regelmäßig die Zähne. Doch um unsere Augen kümmern wir uns nur selten. Dabei vollbringen diese Sinnesorgane tagtäglich Höchstleistungen. Wer sich zur Gewohnheit macht, auch seine Augen zu pflegen, zu trainieren und zu entspannen, beugt sowohl im Beruf wie auch privat Kopfschmerzen, Unkonzentriertheit und Erschöpfung vor. Wie einfach das geht, zeigen Ihnen die folgenden Tipps.

Was ist das Office Eye Syndrom?

Mediziner nennen es Keratokonjunktivitissicca, Arbeitsschützer sprechen vom Office Eye Syndrom (Büro-Augen-Syndrom). Gemeint ist ein Krankheitsbild, bei dem die Augen zu trocken werden und Entzündungen drohen. Die Ursachen für die Belastungen unserer Augen sind schnell gefunden:

  • niedrige Luftfeuchtigkeit, z. B. durch trockene Heizungsluft
  • Umweltreize wie Stäube, Rauch und Abgase
  • Zugluft, z. B. durch Fenster oder Klimaanlagen
  • häufige Temperaturunterschiede, gerade in der kalten Jahreszeit

Dazu können Beleuchtungsmängel kommen. Eine falsche oder nicht ausreichende Beleuchtung überanstrengt die Augen ebenso wie große Helligkeitsunterschiede am Arbeitsplatz. Viele Menschen kennen daher juckende, brennende, tränende oder gerötete Augen. Oft sind diese Empfindungen verbunden mit Kopf- oder Nackenschmerzen. Nehmen Sie diese Warnsignale ernst und tun Sie Ihren Augen etwas Gutes.

Maßnahmen gegen das Office Eye Syndrom

Augenpflege ist ganz einfach und bedarf weder eines Fitnessstudios noch teurer Hilfsmittel. Nicht nur für Bildschirmarbeiter sind die folgenden Tipps nützlich, um Augenbeschwerden vorzubeugen.

1. Pausen

Bereits 5 Minuten Pause pro Stunde Bildschirmarbeit kommt Ihren Augen zugute. Stehen Sie z. B. zum Telefonieren auf und schauen Sie aus dem Fenster statt auf den Monitor.

2. Fernblick

Lassen Sie den Blick zwischendurch immer wieder in die Ferne schweifen und dort einen Augenblick lang ruhen. Das Fokussieren auf einen entfernten Punkt entspannt nicht nur die Augenmuskulatur.

3. Blinzeln

Ob am Fernseher oder am Computerbildschirm: Vergessen Sie nicht zu blinzeln. Wir tun dies normalerweise automatisch, aber vor einem Monitor meist zu selten. Die Zahl der Lidschläge sinkt und das Auge trocknet aus. Mit jedem Blinzeln versorgen Sie Ihre Augen mit Tränenflüssigkeit und verteilen diese gleichmäßig auf der Hornhaut.

Wichtig ist: Bleiben Sie dabei locker. Vermeiden Sie jedes krampfhafte Blinzeln. Blinzeln Sie, ohne die Stirn in Falten zu legen oder die Gesichtsmuskulatur anzuspannen.

4. Ausreichend trinken

Wenn Sie Ihren Körper stets gut mit Flüssigkeit versorgen, beugt dies auch müden und juckenden Augen vor.

5. Augen schließen

Dunkelheit ist entspannend für unsere Augen. Mit geschlossenen Liedern können Sie leicht Ihre Augäpfel bewegen, z. B. langsam kreisen lassen. Bei geschlossenen Augen können zudem viele Menschen sich besser konzentrieren, erinnern und nachdenken.

6. Augen-Workout

Wer stets starr in seinen Monitor schaut, verkrampft leicht. Auch für die Augenmuskulatur gibt es Gymnastikübungen. Ein kleiner Workout wäre: von der Decke zum Boden schauen und von rechts nach links mit den Augen eine gedachte Acht nachfahren, mit dem Finger ein Wort in die Luft malen und mit dem Blick der Fingerspitze folgen.

7. Wärme

Reiben Sie einige Sekunden Ihre Hände aneinander, bis sie warm werden. Legen Sie sie dann ohne Druck auf die (geschlossenen) Augen. Bereits diese 30-Sekunden-Übung kann enorm wohltuend sein. Wer diesen Effekt noch steigern will, besorgt sich (für zuhause) warme Kompressen.

8. Akupressur

Ein leichtes Massieren an der Nasenwurzel oder von den Augen zu den Schläfen entspannt die Augen. Auch die Ränder der Knochen, die das Auge einfassen, leicht abzuklopfen kann wohltuend sein. Lassen Sie sich dies ggf. von einem Arzt zeigen.

9. Augentropfen

Für empfindliche Augen erhalten Sie in jeder Apotheke sogenannte „künstliche Tränen“ mit pflegenden Wirkstoffen. Sprechen Sie eine längere Benutzung mit Ihrem Arzt aber unbedingt ab.

10. Brille statt Kontaktlinsen

Nicht nur für Pollenallergiker gilt, dass bei gereizten Augen die Brille oft die bessere Wahl ist, als ständig Kontaktlinsen zu tragen. Immer bedenken: Augenpflege und Augentraining können keine Brille ersetzen. Wer mit oder ohne Brille häufig Augenprobleme hat, sollte seine Augen testen lassen, vielleicht wird eine Bildschirmarbeitsplatzbrille notwendig.

Lesen Sie auch: Kriterien für gesunde Bildschirmarbeit

Autor: Dr. Friedhelm Kring

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