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5 Schritte zur psychischen Arbeitsschutzstrategie

Arbeitsschutzstrategie

Im Alltag begegnen einem immer wieder die gleichen Anfängerfehler, wenn es um die psychische Gefährdungsbeurteilung geht. Fehler, die vermieden werden könnten, oft aber erst zu spät bemerkt werden. Dies ist Grund genug, Ihnen die Vorgehensweisen zu zeigen, die die psychische Gefährdungsbeurteilung scheitern lassen.

Fehler bei der Arbeitsschutzstrategie vermeiden

Hier eine Liste der 5 größten Fehler:

  1. Das Ziel nicht kennen: Sie machen sich zu viele Gedanken um den Weg zur Lösung – und verlieren dabei das eigentliche Ziel aus den Augen! Das Ziel ist nicht die perfekte Durchführung der geforderten Standards, sondern die konsequente Durchführung von Maßnahmen aus der Verhältnisprävention, damit psychische Belastungen wie Stress, Erschöpfung, Ermüdung und Monotonie abgebaut werden. Aufsichtsbehörden werden sich daran orientieren – Sie selbst müssen darauf achten, dass Sie begründen können, warum Sie welchen Weg eingeschlagen haben!
  2. Unstrukturiert bei null anfangen: Sie planen keine genaue Vorgehensweise und berücksichtigen nicht, dass es schon Maßnahmen oder Ansätze gibt, die man hier integrieren kann. Eine „kreative“ Vorgehensweise endet dabei oft in unnötigen, schwierigen Diskussionen mit den Arbeitnehmern oder der  Arbeitnehmervertretung. Das Hauptproblem ist dabei der immense Zeitverzug – denn Sie wissen ja: Jeden Tag, an dem Sie keine psychischen Belastungen abbauen, führt zu Krankheit, Präsentismus (also Anwesenheit ohne Arbeitstätigkeit) oder Absentismus (Fehlzeiten wegen privater Probleme)!
  3. Ungeeignete Werkzeuge: Besonders problematisch – weil nicht anerkennungsfähig – ist es, wenn Sie auf Befragungen der Mitarbeiter verzichten oder Fragebögen einsetzen, die nicht dafür zertifiziert sind. Später können die Aufsichtsbehörden sehr konkret nachfragen, welches Verfahren wann eingesetzt wurde – mit Begründung! Tipp: Verwenden Sie keine kostenlosen Fragebögen, keine nichtvalidierten Fragebögen, keine Onlinetools ohne Freigabe oder Referenz! Eine Checkliste über die Fragen, die Sie dem Anbieter stellen sollten, finden Sie im Downloadbereich!
  4. Falsche Schwerpunkte setzen: Sie legen den Schwerpunkt auf das Verhalten der Arbeitnehmer, nicht auf die Verhältnisse am Arbeitsplatz! Natürlich haben Sie recht: Auch falsches Verhalten, falsche Sichtweisen, falsche Kommunikation lösen psychische Belastungen aus, die sich auch am Arbeitsplatz niederschlagen. Aber: Der Gesetzgeber verlangt konkret, dass Sie sich zuerst um die Verhältnisse kümmern! Diese können Sie als Arbeitgeber am besten gestalten, hier können Sie am schnellsten Einfluss nehmen. Es sind z. B. technische, räumliche, organisatorische und kommunikative Verhältnisse, die beeinflusst werden können.
  5. Warten und nichts tun: Sie warten zu lange mit der Realisierung. Immer wieder gibt es großes Erstaunen bei den Arbeitgebern, wenn plötzlich die Aufsichtsbehörde an die Tür klopft. Arbeitnehmer haben das Recht auf Durchführung der psychischen
    Gefährdungsbeurteilung – und wenn diese sich bei den Aufsichtsbehörden beschweren, dann wird schnell und prompt gehandelt. Lassen Sie es nicht so weit kommen – denn so entstehen unnötige Stressfaktoren und Kosten!

So einfach geht der Gesundheitsschutz und die Arbeitsschutzstrategie im Betrieb!

Autor: Jürgen Loga

 


Arbeitshilfen
Titel

Kosten durch psychische Krankheiten
vom 24.05.2019
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Sicherheits- und Gesundheitsplan
vom 02.07.2019
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