Das kann jeder: 6 Punkte gegen psychische Belastungen am Arbeitsplatz

psychische Belastung

Dass die Psyche am Arbeitsplatz eine zentrale Rolle spielt, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Viele meinen aber, dass ein Psychologe notwendig sei, der sich um dieses Thema kümmert. Doch das ist ein Irrtum: Mit wenigen grundsätzlichen Vorgehensweisen kann die psychische Situation am Arbeitsplatz positiv beeinflusst werden.

Psychische Belastungen entstehen oft schon dann, wenn der Mitarbeiter den Eindruck hat, dass er mit aktuell schwierigen Rahmenbedingungen allein gelassen wird. Deshalb: Informieren Sie die Belegschaft regelmäßig darüber, dass dieses Thema einen hohen Stellenwert hat oder dass dabei etwas passiert, über einen Aushang oder im Rahmen von Veranstaltungen.
Auch die Einführung eines Vorschlagwesens – und vor allem der regelmäßige Hinweis darauf – führt fast automatisch dazu, dass Frust und innere Kündigung nicht erst aufkommen.
Bewährt hat sich in diesem Zusammenhang auch die Installation des „Kummerkastens“. Dieser Briefkasten ist eine Möglichkeit, seine Beschwerden oder auch Beobachtungen mitzuteilen. Gleichzeitig wird das Signal gesetzt, dass Feedback gewünscht ist.
Anerkennung ist das beste Mittel, um die Psyche am Arbeitsplatz positiv zu beeinflussen. Sorgen Sie dafür, dass es eine Kultur der gelebten Anerkennung gibt, in dem z.B. regelmäßig Mitarbeiter vorgestellt und/oder ausgezeichnet werden, die sich besonders verdient verhalten haben.
Viele psychische Faktoren entstehen dadurch, dass die Mitarbeiter untereinander zu wenig oder sehr einseitig kommunizieren. Fördern Sie die Zusammenarbeit, indem Sie für Rahmenbedingungen sorgen, die dazu führen, dass man sich zu Geburtstagen gegenseitig gratuliert, gemeinsame Ausflüge macht und die Möglichkeit erhält, sich mit den Mitarbeitern auch einmal privat auszutauschen.
Vor allem Führungskräfte haben normalerweise einen großen Einfluss auf die Psyche. Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass sie auch über die Zusammenhänge zwischen Führung und psychischer Belastung unterrichtet werden und dazu passende Verhaltensmuster trainieren.

Zusammenfassend werden Sie feststellen, dass es primär die Verhältnisse sind, die die Psyche beeinflussen. Für diese Rahmenbedingungen sind Führungskräfte und die Mitarbeiter selbst oft die besten Experten.

Das bedeutet für Sie: Schon mit einem kleinen Budget können Sie viel erreichen: Besprechen Sie unbedingt die genannten Punkte in Ihrer nächsten Sitzung des Arbeitsschutzausschusses. Und umgekehrt gilt das Ganze natürlich auch: Wenn Sie diese oder andere Punkte nicht umgesetzt haben, wird die psychische Belastung natürlich zunehmen!

Autor: Jürgen Loga

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