Schwerpunktthema

Arbeitszeiten: Was Sie über die negativen Folgen langer Arbeitstage wissen sollten

Laut Plänen der Bundesregierung soll die Norm des Achtstundentags aus dem Arbeitszeitgesetz verschwinden – zugunsten einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Wie stark aber das Interesse von Beschäftigten an einer Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf acht Stunden ist, zeigen die Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit 2025. Sichtbar werden auch die negativen Folgen langer Arbeitstage, wie häufigere Erschöpfung und Probleme bei der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben.
Dr. Robert Kaufmann

Robert Kaufmann

03.03.2026 · 4 Min Lesezeit

Die bundesweit repräsentative Befragung des DGB-Index Gute Arbeit wurde im Zeitraum vom Januar bis Mai 2025 durchgeführt. Mehr als 4.000 zufällig ausgewählte Arbeitnehmer aus allen Branchen, Berufs-, Einkommens- und Altersgruppen, Regionen und Betriebsgrößen gaben Auskunft über ihre Arbeitsbedingungen. Schwerpunktthema war die Arbeitszeit. Die große Bedeutung einer täglichen Höchstarbeitszeit von acht Stunden wird sichtbar, wenn lange Arbeitstage im Zusammenhang mit Belastung, Gesundheit und Vereinbarkeit betrachtet werden.

Infobox

Das Arbeitszeitgesetz in seiner jetzigen Form (Stand: Februar 2026) soll der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer dienen. Für diesen Zweck ist eine tägliche Höchstarbeitszeit von acht Stunden festgelegt. Sie kann auf zehn Stunden verlängert werden, wenn es dafür innerhalb von sechs Monaten einen zeitlichen Ausgleich gibt. Das Gesetz lässt darüber hinaus abweichende Regelungen zu, z. B. in der Landwirtschaft, im Gesundheitswesen, im öffentlichen Dienst oder bei Bereitschaftsdiensten.

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