Psyche im Gefahrstoffschutz

Austausch auch in Krisenzeiten: Wie Sie bei Gefahrstoffunfällen Vertrauen schaffen

Ein ausgetretener Gefahrstoff, erhöhte Messwerte in einem Arbeitsbereich oder die Evakuierung eines Betriebsteils stellen Unternehmen vor besondere Herausforderungen. Neben der technischen Gefahrenabwehr und der Ursachenklärung spielt die Kommunikation eine entscheidende Rolle. Beschäftigte möchten wissen, was passiert ist, welche Gefahren bestehen und wie sie sich verhalten sollen. Werden diese Fragen nicht schnell und verständlich beantwortet, entstehen Unsicherheit, Gerüchte und Vertrauensverlust.
Mikko Börkircher

Mikko Börkircher

24.09.2026 · 2 Min Lesezeit

Bei Gefahrstoffen kommt hinzu, dass viele Beschäftigte die tatsächliche Gefährdung oft nur schwer einschätzen können. Bereits die Information, dass ein Stoff ausgetreten ist oder eine krebserzeugende Substanz beteiligt sein könnte, kann Sorgen und Ängste auslösen. Die psychische Belastung entsteht dabei häufig schon zu einem Zeitpunkt, an dem mögliche gesundheitliche Folgen noch gar nicht abschließend bewertet werden können.

Als Gefahrstoffbeauftragte können Sie dazu beitragen, dass Informationen sachlich, verständlich und nachvollziehbar kommuniziert werden. Eine klare und verlässliche Kommunikation ist nicht nur eine organisatorische Aufgabe, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Schutz der psychischen Gesundheit der Beschäftigten.

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