Praxisfall

Besser sehen ohne Schutzbrille? – Ein kurzer Aha-Moment überzeugt

Viele Diskussionen über persönliche Schutzausrüstung (PSA) beginnen mit einem Satz wie diesem: „Damit kann ich nicht arbeiten.“ Gerade bei Schutzbrillen hört man häufig, dass sie angeblich die Sicht verschlechtern oder bei präzisen Tätigkeiten stören. Für Unterweisende ist das eine typische Situation: Die Maßnahme ist sinnvoll, aber die Beschäftigten haben eine ganz andere Wahrnehmung. Ein Praxisbeispiel zeigt, wie sich solche Widerstände manchmal überraschend einfach auflösen lassen.
Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

02.04.2026 · 1 Min Lesezeit

In einem Kosmetikstudio bittet die Chefin ihre Mitarbeiterin Candisha erneut, bei der Arbeit mit der Fräse eine Schutzbrille zu tragen. Die Antwort kommt prompt: „Mit der Brille sehe ich schlechter. Ohne kann ich viel besser arbeiten.“ Statt lange zu diskutieren, entscheidet sich die Chefin für einen kurzen Praxistest. Während Candisha am Übungsstück arbeitet, hält sie eine transparente Folie in die Strahlrichtung der Fräse. Schon nach wenigen Sekunden ist die Folie mit feinen Staubpartikeln bedeckt. Die Chefin erklärt: Rund 30.000 Umdrehungen pro Minute schleudern Partikel aus Nagel und Hornhaut mit hoher Geschwindigkeit durch den Raum – wie ein feiner Sandstrahl. Sie zeigt Candisha zwei Schutzbrillen im gleichen Licht: eine alte, stark verkratzte und eine neue. Ohne weitere Diskussion setzt Candisha die neue Schutzbrille auf – und arbeitet weiter. Ihr Fazit nach wenigen Minuten: Mit der intakten Brille sieht sie genauso gut, ist aber deutlich besser geschützt.

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