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Betriebliche Anti-Suchtprogramme: Verhaltens- und Onlinesüchte unbedingt einbeziehen

Bei betrieblichen Massnahmen zur Unterstützung suchtkranker Beschäftigter denkt man zuerst meist an Alkohol, Medikamente und illegale Drogen. Dabei gibt es daneben immer häufiger sogenannte Verhaltenssüchte, bei denen Betroffene selbstschädigendes Verhalten nicht mehr stoppen können. Allein von der sogenannten Onlinesucht sind laut aktueller Zahlen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 6.8 % der Bevölkerung ab 15 Jahren oder rund 500´000 Personen betroffen. Grund genug, das Problem im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) zu berücksichtigen.

Sabine Kurz

09.10.2026 · 6 Min Lesezeit

Dass Menschen Speisen oder Getränke konsumieren, um sich in angenehme oder sogar rauschhafte Zustände zu versetzen, war schon bei unseren Vorfahren üblich. Zu Alkohol vergorene Früchte oder Gemüse sowie Blätter, Wurzeln und auch Pilze galten schon frühen Vertretern der Menschheit als Genussmittel mit Sucht­potenzial. Ähnlich wie heute wurde der Konsum von physiologisch wirksamen oder psychoaktiven Substanzen speziell dann zum Problem, wenn dieser nicht mehr kontrolliert werden konnte.

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