Brandschutz

Brandschutzverglasung: Darauf kommt es an

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, wie Brandschutztüren aus Glas der enormen Hitze bei Bränden standhalten? Entscheidend ist tatsächlich die Beschaffenheit des Glases. Aber auch hier gibt es zwei gravierende Unterschiede.
Oliver Kienzler

Oliver Kienzler

03.09.2026 · 1 Min Lesezeit

Auf den ersten Blick unterscheiden sich F- und G-Brandschutzverglasungen kaum. Beide verhindern, dass Flammen, Rauch und heiße Brandgase auf die gegenüberliegende Seite gelangen. Der entscheidende Unterschied zeigt sich jedoch bei der Wärmestrahlung. G-Brandschutzverglasungen halten Feuer und Rauch zuverlässig zurück, lassen die intensive Hitzestrahlung eines Brandes jedoch weitgehend passieren. Dadurch können sich auf der feuerabgewandten Seite brennbare Materialien entzünden oder Personen einer hohen Wärmebelastung ausgesetzt werden. Man könnte es quasi als „Rauchschutzglas“ bezeichnen. Deshalb eignen sich G-Verglasungen vor allem für Bereiche ohne besondere Anforderungen an den Hitzeschutz, beispielsweise für bestimmte Innenverglasungen oder Oberlichter (europäische Klassifizierung: Klasse E).

Im Vergleich dazu bieten F-Brandschutzverglasungen deutlich mehr Schutz. Sie verhindern neben dem Durchtritt von Flammen und Rauch auch die Ausbreitung der Wärmestrahlung (EU-Klassifizierung: Klasse EI). Dadurch bleiben die Temperaturen auf der feuerabgewandten Seite niedrig, sodass angrenzende Materialien nicht entzündet werden und Flucht- und Rettungswege länger sicher nutzbar bleiben.

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