Psychische Gefährdungsbeurteilung: Beobachtungsinterview
Das Beobachtungsinterview – so setzen Sie das mächtige Instrument praxisnah ein
Ich erlebe es in der Praxis immer wieder: Das Beobachtungsinterview ist vor allem dort stark, wo Arbeitsplätze sehr individuell geprägt sind, etwa im Einzelbüro, an Spezialarbeitsplätzen, im Außendienst, in Leitstellen, in kleinen Teams oder überall dort, wo ein standardisierter Fragebogen nur die Oberfläche trifft. Gerade die neue Leitlinie der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) macht deutlich, dass psychische Gefährdungen genauer an der konkreten Arbeit erfasst werden müssen. Das Beobachtungsinterview ist deshalb wichtig, weil es nicht nur Meinungen sammelt, sondern auch Arbeitsabläufe, Unterbrechungen, Führungsverhalten, Arbeitszeit, digitale Erreichbarkeit und Störungen direkt an der Tätigkeit sichtbar macht. Genau darin liegt seine Stärke. Die Details dazu habe ich Ihnen nachfolgend zusammengestellt.
Jürgen Loga
19.05.2026
·
6 Min Lesezeit
Was ist ein Beobachtungsinterview?
Bei dieser Form der Beurteilung betont die BAUA einen anderen Fokus: Geschulte Personen ermitteln und beurteilen eine eventuelle psychische Gefährdung aufgrund einer Beobachtung der Tätigkeit „von außen“.
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