Arbeitsschutz

Demenz im Alltag: So schützen Sie Bewohner, Patienten und Beschäftigte

Immer mehr Menschen erkranken an Demenz, was auch Ihre Einrichtung oder Praxis vor Herausforderungen stellt. Um die Sicherheit Ihrer Bewohner und Patienten sowie die körperliche Unversehrtheit Ihrer Beschäftigten zu schützen, sollten Sie geeignete Maßnahmen festlegen.
Jörg Stojke

Jörg Stojke

03.03.2025 · 3 Min Lesezeit

Bei der Behandlung einer an Demenz erkrankten Patientin schlägt diese plötzlich um sich und trifft eine Beschäftigte mitten ins Gesicht. In einem anderen Fall schüttet eine demente Bewohnerin gerade frisch aufgebrühten Tee über die Hände einer Pflegekraft. Dies sind keine Einzelfälle im Gesundheitswesen und sie verdeutlichen, dass bei der Pflege und Behandlung von dementen Menschen besondere Schutzmaßnahmen notwendig sind.

Werben Sie für Empathie im Umgang mit dementen Menschen

Um die Sicherheit bei der Pflege und Behandlung von dementen Menschen zu gewährleisten, sollten alle Beschäftigten im Umgang mit diesen Patienten oder Bewohnern geschult sein. Während examinierte Fachkräfte bereits in der Ausbildung entsprechende Kenntnisse erworben haben, kann es bei anderen Beschäftigten an Informationen über diese Erkrankung fehlen. Bieten Sie deshalb Schulungen und Weiterqualifizierungen zum Thema Demenz an, insbesondere zu folgenden sicherheitsrelevanten Besonderheiten im Krankheitsbild:

  • Demente Menschen können einerseits zu aggressivem Verhalten tendieren, werden teilweise aufbrausend und beleidigend, andererseits sind sie wiederum verängstigt und unsicher. Mit diesen Stimmungsschwankungen müssen Ihre Beschäftigten jederzeit rechnen und sollten entsprechend vorbereitet sein.
  • Ein besonderes Merkmal der Demenz ist die Verwirrtheit der Betroffenen, was auch zur Orientierungslosigkeit führen kann. Dabei werden auch zeitliche Abläufe durcheinandergebracht und Dinge vergessen. Gerade in Bezug auf die Sicherheit kann dies zu gefährlichen Situationen führen.
  • Bei vielen dementen Menschen gibt es Störungen im Sprachgebrauch, was zu Verständigungsproblemen führen kann. Entsprechend können Menschen mit einer Demenzerkrankung die Regelungen zum Verhalten in Notfällen oder zur Sicherheit schlechter verstehen.

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