Sichere Schädlingsbekämpfung

Der Einsatz, der anders lief als geplant

Ich kenne diesen Ablauf nur zu gut: „War doch nur kurz.“ – „Das machen wir immer so.“ – „Hat bisher funktioniert.“ Der folgende Praxisfall ist unbequem und genau deshalb so wichtig. Er zeigt, dass Gefahrstoffrisiken in der Produktion nicht laut sind. Sie kommen leise. Und sie bleiben.
Sichere Schädligsbekämpfung
Georg Popa

Georg Popa

22.10.2026 · 2 Min Lesezeit

07:58 Uhr. Der Auftrag klingt „normal“: Routineeinsatz, kurzer Termin, danach weiter. 08:41 Uhr. Ein Kollege hustet plötzlich, setzt die Maske ab und sagt: „Geht schon.“ 09:06 Uhr. Der Kreislauf kippt. Die Augen brennen. Die Luft wird knapp. Der Fall zeigt, wie schnell aus „Wir machen das eben“ eine Kette von Fehlern entstehen kann: falsche Annahme, zu wenig Abschottung, zu viel Vertrauen in Gewohnheiten – und am Ende ein unplanbares Ereignis.

Wenn Klebstoff zum Betriebsrisiko wird

Bereits am ersten Einsatztag meldeten Beschäftigte, dass sie stark stechende Gerüche wahrgenommen hätten. Bei zwei Mitarbeitern traten innerhalb weniger Stunden Kopfschmerzen und Reizungen der Atemwege auf. Der Schichtführer stoppte daraufhin die Tätigkeit und informierte die Technik, da er eine Fehlfunktion der Absaugung vermutete. Die technische Prüfung ergab jedoch, dass die Absaugung ordnungsgemäß funktionierte – der Stoff selbst war das Problem.

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