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Digitale Gewalt am Arbeitsplatz: Was tun, wenn auch Ihre Mitarbeitenden betroffen sind?

Neue Technologien schaffen neue Chancen, bergen aber auch die Gefahr neuer Risiken, speziell am Arbeitsplatz. Dass viele Menschen im Internet alle Hemmungen verlieren und ungefiltert schumpfen, beleidigen oder Gewalt androhen, ist eine der negativen Folgen der Digitalisierung. Dabei muss digitale Gewalt beim Schaffen nicht aus dem Unternehmen selbst kommen. An Arbeitsplätzen mit Publikumsverkehr oder in bestimmten Berufsgruppen werden Mitarbeitende zunehmend auch digital von fremden Dritten, wie Besuchenden oder Kundschaft, belästigt oder bedroht. Betriebe müssen Betroffene ebenso unterstützen wie bei realen Gewalterlebnissen.

Sabine Kurz

27.03.2026 · 3 Min Lesezeit

Aggressions- und Gewaltereignisse am Arbeitsplatz sind für SiBe schon lange ein Thema. Der Schutz vor physischer und psychischer Bedrohung oder Verletzung wird deshalb in den meisten Präventionskonzepten explizit behandelt. Noch zu wenig bekannt dagegen ist die Tatsache, dass zahlreiche Beschäftigte nicht nur im direkten Kontakt mit betriebsfremden Dritten geschumpfen, bedroht oder beleidigt werden, sondern auch digital via E-Mail, in Chats oder in Kommentaren auf Websites oder in Social Media. Dabei sind die Folgen für Betroffene ebenso gravierend.

Zahlen aus der Schweiz sind Mangelware

Angaben zu digitaler Gewalt an Schweizer Arbeitsplätzen sind kaum zu finden. So kann man derzeit nur aus den Zahlen zur digitalen Bedrohung im Privatbereich auf Belastungen an den Arbeitsplätzen schliessen. Der Wegweiser für psychische Gesundheit des Kantons Bern etwa meldet, dass jeder dritte junge Mensch in der Schweiz schon einmal online beschimpft, belästigt, bedroht oder erpresst wurde.

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