Aggressions- und Gewaltereignisse am Arbeitsplatz sind für SiBe schon lange ein Thema. Der Schutz vor physischer und psychischer Bedrohung oder Verletzung wird deshalb in den meisten Präventionskonzepten explizit behandelt. Noch zu wenig bekannt dagegen ist die Tatsache, dass zahlreiche Beschäftigte nicht nur im direkten Kontakt mit betriebsfremden Dritten geschumpfen, bedroht oder beleidigt werden, sondern auch digital via E-Mail, in Chats oder in Kommentaren auf Websites oder in Social Media. Dabei sind die Folgen für Betroffene ebenso gravierend.
Zahlen aus der Schweiz sind Mangelware
Angaben zu digitaler Gewalt an Schweizer Arbeitsplätzen sind kaum zu finden. So kann man derzeit nur aus den Zahlen zur digitalen Bedrohung im Privatbereich auf Belastungen an den Arbeitsplätzen schliessen. Der Wegweiser für psychische Gesundheit des Kantons Bern etwa meldet, dass jeder dritte junge Mensch in der Schweiz schon einmal online beschimpft, belästigt, bedroht oder erpresst wurde.
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