Brandschutz

Explosionsgefahr bei Bränden: Wenn aus Feuer plötzlich eine Druckwelle wird

Bei Brandereignissen denken die meisten zunächst an Flammen, Rauch und Hitze. Aus Sicht des Brandschutzes gehört jedoch eine weitere Gefahr zwingend in die Risikobetrachtung: Explosionen. Auf der Nordseeinsel Sylt kam es beispielsweise am 10. August während eines Großbrandes auf der Baustelle einer Wohnanlage zu mehreren Explosionen. Fast zeitgleich wurden im schweizerischen Schaffhausen beim Brand einer leer stehenden Scheune vier Feuerwehrleute durch zwei Explosionen verletzt. Dies zeigt: Explosionen können ein Brandereignis innerhalb von Sekunden verschärfen, Bauteile zerstören und Trümmer weit umherschleudern. Gefährdet sind Beschäftigte, Bewohner und Einsatzkräfte – auch in vermeintlich sicherer Entfernung.
Oliver Kienzler

Oliver Kienzler

05.10.2026 · 3 Min Lesezeit

Wo lauern Explosionsgefahren?

Besonders kritisch: Explosionsgefahren sind nicht immer offensichtlich. Druckgasbehälter, brennbare Flüssigkeiten, Gase, Stäube oder Batterien können auch dort vorhanden sein, wo zunächst niemand damit rechnet. Eine explosionsfähige Atmosphäre kann außerdem entstehen, wenn brennbare Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube in entsprechender Konzentration mit Luft zusammentreffen und eine wirksame Zündquelle vorhanden ist. Typische Gefahrenbereiche sind Lackierbereiche, Werkstätten, Gefahrstofflager, Gasflaschenlager, Labore und Produktionsanlagen sowie Bereiche mit brennbaren Stäuben.

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