Basiswissen

Fakten und Zahlen zum Extremwetter – hätten Sie’s gewusst?

Extreme Wetterlagen gab es schon immer, aber ihre Intensität und Wirkung werden häufig unterschätzt. Einige Zahlen zeigen, wie groß die tatsächlichen Dimensionen sind und welche sprichwörtliche Urgewalt das Wetter mit sich bringen kann.
Werner Böcker

Werner Böcker

04.05.2026 · 1 Min Lesezeit

  • Der bisher höchste gemessene Windstoß in Deutschland wurde 1985 auf der Zugspitze mit einer Geschwindigkeit von 335 km/h registriert.

  • Die höchste jemals gemessene Windgeschwindigkeit auf der Erde liegt bei etwas über 400 km/h (Tornado). In Deutschland wurden bei Orkanen bereits über 200 km/h gemessen.

  • In Deutschland werden jährlich rund 300.000 bis 500.000 Blitzeinschläge registriert. Einige dieser Blitze erreichen Spannungen von mehreren Millionen Volt und Stromstärken von bis zu 200.000 Ampere. Die Temperatur eines Blitzkanals liegt bei bis zu 30.000 °C.

  • Hagelkörner können Durchmesser von über 10 cm und Gewichte von bis zu 1 kg erreichen. Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 150 km/h sind das tödliche Geschosse.

  • Bei extremen Wetterereignissen können in kurzer Zeit Niederschläge von über 100 Liter pro m² fallen. Das entspricht 100 kg Wasser auf jeden Quadratmeter. Der weltweite Rekord liegt bei 1.800 Litern in 24 Stunden.

  • Hitze ist ein anderes Extrem. In Deutschland wurden in den letzten Jahren mehrfach Temperaturen von über 40 °C im Schatten gemessen. Oberflächen (z. B. Metall, Asphalt) können sich auf weit über 60 °C aufheizen. Dadurch entsteht eine konkrete Verbrennungsgefahr.

  • Der Winter 1978/79 ist in Deutschland zunächst ungewöhnlich mild. Am 29.12. liegen die Temperaturen in Berlin bei fast 10 °C. Doch nicht viel weiter im Norden lauert eine Kaltluftfront mit -47 °C. Einen Tag später treffen die Luftmassen zusammen und eines der bisher dramatischsten Wetterereignisse in Deutschland nimmt seinen Lauf: die Schneekatastrophe 78/79. Bis zu 5 Meter hohe Schneeverwehungen, in denen selbst die Bergepanzer der Bundeswehr stecken blieben und wochenlange Versorgungsengpässe die Folge waren. 200 Dörfer mussten über längere Zeit aus der Luft versorgt werden. Man geht davon aus, dass über 20 Menschen ihr Leben verloren, genaue Zahlen gibt es aber nicht.

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