Der Feuerlöscher in diesem Beispiel ist denkbar ungünstig platziert. Es scheint, als hätte hier jemand gedacht: „Er ist vorhanden, und er ist geprüft, das muss doch reichen.“ Weder die Betreiber noch die Gäste oder das Personal in diesem Catering-Bereich eines Sportstadions waren offensichtlich jemals in der Verlegenheit, wegen eines Brandes zügig zu einem Feuerlöscher greifen zu müssen. Vermutlich ist das der Grund, warum ein Hinweis auf derartige Situationen oft mit einem „Ist doch nicht so schlimm“ quittiert wird. Dass es im Brandfall tatsächlich um Sekunden geht, ist den wenigsten bewusst.
In diesem Fall habe ich die Zuständigen allerdings darauf aufmerksam gemacht und Aufklärungsarbeit betrieben. Dem Betreiber habe ich so zunächst erläutert, dass bereits wenige aufgehängte Jacken ausreichen, um den Feuerlöscher vollständig zu verdecken – eine riskante Sicherheitslücke. Auch der schwere Stehtisch erschwert das Öffnen der Box und die Entnahme des Feuerlöschers massiv, was der Betreiber nach einem eigenen Öffnungsversuch auch eingestehen musste. Im Rahmen einer Brandschutzunterweisung wurde im Nachgang auch das Personal für die Thematik sensibilisiert.
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