Sifa Basics
Gefährdungen bewerten heißt Menschen verstehen
Gefährdungsbeurteilungen gelten als sachlich, systematisch und regelbasiert. In der Praxis sind sie jedoch immer das Ergebnis menschlicher Einschätzungen. Risiken werden nicht gemessen, sondern beurteilt – und diese Beurteilung ist in hohem Maße subjektiv. Persönlichkeit, Erfahrung, Fachwissen und Vorstellungskraft beeinflussen, welche Gefährdungen erkannt, wie sie bewertet und welche Maßnahmen für ausreichend gehalten werden. Wer diese Faktoren nicht berücksichtigt, übersieht einen zentralen Wirkmechanismus der Gefährdungsbeurteilung.
Werner Böcker
22.02.2026
·
2 Min Lesezeit
Gefährdungen lassen sich nur selten „messen“
Gefährdungen lassen sich beschreiben und Risiken müssen eingeschätzt werden. Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß sind keine objektiven Messgrößen, sondern beruhen auf Annahmen. Regelwerke, Normen und Tabellen bieten Orientierung und Struktur, sie ersetzen jedoch nicht das menschliche Urteil. Jede Gefährdungsbeurteilung enthält deshalb implizite Bewertungen – auch dann, wenn sie formal korrekt aufgebaut ist.
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