Lärm und Vibrationen

Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen erkennen und bewerten

Schall und Vibrationen sind zunächst physikalische Erscheinungen. Sie entstehen in technischen Prozessen, beim Betrieb von Maschinen oder durch Druckänderungen in Gasen. Ob daraus aber eine gesundheitliche Gefährdung entsteht, hängt nicht allein von der Existenz einer Quelle ab. Entscheidend sind Intensität, Dauer, Frequenzbereich, die konkrete Tätigkeit und die individuelle Kondition der lärmexponierten Person.
Werner Böcker

Werner Böcker

01.05.2026 · 2 Min Lesezeit

In der Praxis zeigt sich immer wieder: Belastungen werden häufig unterschätzt, weil Einzelereignisse besonders auffallen. Eine sachgerechte Gefährdungsbeurteilung benötigt daher objektive Kenngrößen. Bevor Schutzmaßnahmen diskutiert werden, muss daher geklärt sein, welche Größen bewertet werden, wie sie gemessen werden und welche gesundheitlichen Wirkungen typischerweise auftreten.

Gesundheitliche Wirkungen von Schall und Vibrationen

Lärm wirkt nicht nur auf das Gehör. Bereits bei vergleichsweise geringen Pegeln kann er ablenken, die Konzentration beeinträchtigen und die Leistungsfähigkeit reduzieren. Der Körper reagiert mit erhöhter Ausschüttung von Stresshormonen, Herzfrequenz und Blutdruck steigen. Diese Effekte treten oft unbemerkt auf und werden deshalb unterschätzt. Mit zunehmender Belastung steigt das Risiko für vorübergehende und dann für dauerhafte Hörschäden. Besonders kritisch sind hohe Pegel und Impulsschall, da sie das Innenohr direkt schädigen können.

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