Dr. Susanne M., Oldenburg: „Wir führen regelmäßig Versuche mit neuen Materialien in unserer Entwicklungswerkstatt durch. Es handelt sich meist um Einzelaufbauten, die so nur ein- oder zweimal vorkommen. Eine vollständige neue Gefährdungsbeurteilung vor jedem Versuch ist organisatorisch kaum umzusetzen. Reicht es aus, wenn wir einmal eine Grundbeurteilung erstellen und dann nur noch eine kurze Last Minute Risk Analysis durchführen?“
Werner Böcker: Eine einmalige „Grund-Gefährdungsbeurteilung“ reicht für typische Laborarbeiten in der Regel nicht aus, da sich die Gefährdungen mit jedem Versuchsaufbau verändern können. Gerade bei Einzel- und Erstversuchen entstehen Risiken oft erst durch neue Stoffe, neue Energieeinträge oder veränderte Randbedingungen.