Schwerpunktthema

Gewaltprävention im Arbeitsalltag: Risiken erkennen, Schutzmaßnahmen gezielt umsetzen

Die Statistik der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) verzeichnet jährlich rund 5.300 meldepflichtige Schreck- und Gewaltvorfälle im Gesundheits- und Wohlfahrtswesen. Mehr als drei Viertel davon gehen von Patienten, deren Angehörigen oder betriebsfremden Personen aus. In 88 % der Fälle kommt es zu körperlichen Verletzungen. Eine Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter niedergelassenen Ärzten und ihren Teams zeichnet ein ähnliches Bild: 80 % der Befragten erlebten innerhalb eines Jahres verbale Angriffe, 43 % wurden in den vergangenen fünf Jahren mindestens einmal körperlich angegriffen – von Schubsen und Anspucken bis hin zu Faustschlägen oder dem Einsatz von Gegenständen als Waffe.
Renate Tief

Renate Tief

11.09.2026 · 5 Min Lesezeit

Die Frage ist deshalb längst nicht mehr, ob Ihre Einrichtung oder Praxis mit Gewalt konfrontiert wird, sondern wie gut Sie darauf vorbereitet ist. Gewaltprävention beginnt nicht erst im Ernstfall, sondern bei der systematischen Vorbereitung des Teams.

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