- 171.976 Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle wurden 2023 gemeldet. Damit macht diese Unfallart rund ein Viertel aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle aus.
- Betroffen waren 105.549 Männer und 66.325 Frauen – die hohe Zahl in beiden Gruppen zeigt, dass kein Arbeitsbereich frei von SRS-Gefahren ist.
- Auffällig ist die Entwicklung im Vergleich zu 2022: Während die Zahl der SRS-Unfälle bei Männern um 6.845 Fälle sank, stieg sie bei Frauen um 6.885 Fälle – ein Plus von 11,6 %!
- 2.291 Beschäftigte erhielten 2023 eine neue Unfallrente infolge eines SRS-Unfalls – ein deutlicher Beleg, wie gravierend die Folgen sein können. Auch hier ist der Anteil der Frauen mit 1.005 Renten (43,9 %) besonders hoch.
- Sieben SRS-Unfälle endeten tödlich, allesamt bei männlichen Beschäftigten.
- Die meisten Unfälle ereignen sich in Industrie und Gewerbe (32,4 %), gefolgt vom Dienstleistungsbereich und Büro (20,8 %). Überraschend: Baustellen liegen mit 13,5 % erst auf Rang 4 – obwohl dort oft besonders gefährliche Bedingungen herrschen.
- Auch im Gesundheitswesen (8,9 %) und im öffentlichen Bereich (16,4 %) sind SRS-Unfälle häufig – etwa beim Gehen, Tragen oder bei Reinigungsarbeiten.
- Mehr als die Hälfte aller SRS-Unfälle (52,7 %) passieren auf Böden, Flächen und Verkehrswegen. In 12,2 % der Fälle war ein rutschiger Boden die unmittelbare Ursache.
- Treppen sind mit 18,8 % ebenfalls ein Brennpunkt: Besonders gefährdet sind die erste und letzte Stufe, auf die laut Studien bis zu 88 % aller Treppenunfälle entfallen.
- Im Vergleich dazu liegen die Anteile für Bereiche wie Heime (2,4 %) oder Sportstätten (3,5 %) deutlich niedriger – zeigen aber, dass SRS überall vorkommen, wo Menschen sich bewegen.
- Ein spektakulärer Vergleich: In Deutschland verletzen sich jährlich mehr Menschen auf Treppen als bei Motorradunfällen – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie unterschätzt und bedrohlich diese Gefahr ist.
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