Basiswissen

Hätten Sie’s gewusst? Spannende Zahlen und Fakten zu Arbeiten in der Höhe

Arbeiten in der Höhe gehören zu den gefährlichsten Tätigkeiten überhaupt. Abstürze sind eine der häufigsten Unfallursachen mit schweren oder sogar tödlichen Folgen. Doch wie hoch ist das Risiko tatsächlich? Und welche Maßnahmen helfen wirklich? Nutzen Sie diese Zahlen und Fakten, um Ihre Unterweisung lebendiger zu gestalten!
Werner Böcker

Werner Böcker

17.03.2025 · 1 Min Lesezeit

  • Erschreckende Statistik: Rund 50 % aller tödlichen Arbeitsunfälle in der Bauwirtschaft sind auf Abstürze zurückzuführen. Auch in anderen Branchen, wie der Industrie oder der Gebäudereinigung, sind Arbeiten in der Höhe besonders unfallträchtig.

  • Maximale Kräfte bei einem Sturz: Ein Sturz aus nur 2 Metern Höhe kann bereits eine Aufprallkraft von bis zu 1.600 Kilogramm erzeugen – je nach Körpergewicht, Fallwinkel und vor allem Verzögerungsstrecke. Die wirkliche Belastung hängt maßgeblich davon ab, wie abrupt der Aufprall erfolgt. Ein harter Sturz auf Beton führt zu extrem hohen Kräften, während ein Sturz mit einem Falldämpfer die Verzögerung verlängert und die Kräfte reduziert. Ohne geeignete Sicherungssysteme sind solche Belastungen für den menschlichen Körper kaum überlebbar.

  • Absturzrisiko bei unterschiedlichen Tätigkeiten

  • 90 % der Abstürze ereignen sich bei Arbeiten auf Dächern, Gerüsten und Leitern.

  • Mehr als 25 % der Stürze passieren auf ungesicherten Arbeitsplattformen.

  • Selbst Arbeiten auf Fahrzeugdächern oder Containern führen jährlich zu zahlreichen schweren Unfällen.

  • Spektakuläre Fälle: Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie gefährlich Arbeiten in der Höhe sein können. Beim Bau des Empire State Buildings im Jahr 1931 starben insgesamt 14 Bauarbeiter durch Abstürze. Die oft zitierte Zahl von 5 % der Belegschaft ist allerdings übertrieben, da täglich bis zu 3.400 Arbeiter auf der Baustelle tätig waren. Ein aktuellerer Fall zeigt, dass selbst moderne Baustellen nicht ohne Risiko sind: 2019 stürzten beim Bau eines Wolkenkratzers in New York binnen eines Jahres 5 Arbeiter tödlich ab.

  • Einfluss von Wetterbedingungen: Starker Wind und Nässe erhöhen das Risiko erheblich. Untersuchungen zeigen, dass bei Windgeschwindigkeiten über 50 km/h das Unfallrisiko um 70 % steigt. Auch Kälte birgt eine Gefahr: Ab 0 °C steigt das Risiko von Fehleinschätzungen und langsamerer Reaktionszeit.

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