Top-Thema: Hautschutz

Hautschutz: Gefährdungen erkennen, Risiken bewerten und wirksame Maßnahmen ableiten

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und übernimmt eine zentrale Schutzfunktion. Sie schützt den Körper vor chemischen, physikalischen und biologischen Einwirkungen. Im Arbeitsalltag wird diese natürliche Barriere jedoch häufig stark beansprucht. Feuchtarbeit, Gefahrstoffe, mechanische Belastungen oder intensive Sonneneinstrahlung können die Haut dauerhaft schädigen. Entsprechend gehören beruflich bedingte Hauterkrankungen seit Jahren zu den häufigsten anerkannten Berufskrankheiten.
Psychische Belastung
Werner Böcker

Werner Böcker

30.04.2026 · 6 Min Lesezeit

Für die betriebliche Praxis ist entscheidend: Hautschutz darf nicht auf einzelne Maßnahmen wie Handschuhe oder Hautcremes reduziert werden. Entscheidend ist eine systematische Betrachtung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung. Dabei geht es darum, Gefahrenquellen zu identifizieren, die daraus resultierenden Gefährdungen zu bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Gleichzeitig müssen individuelle Unterschiede der Beschäftigten berücksichtigt werden, denn die Reaktion der Haut kann von Person zu Person erheblich variieren.

Gefahrenquellen systematisch identifizieren

Der erste Schritt der Gefährdungsbeurteilung besteht darin, alle relevanten Einwirkungen auf die Haut zu erfassen. In vielen Arbeitsbereichen wirken mehrere Belastungen gleichzeitig auf die Haut ein.

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