Extreme Hitze beeinflusst nicht nur das Wohlbefinden, sondern birgt auch gesundheitliche Risiken. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin steigt ab 26 °C Raumtemperatur das Risiko für Konzentrationsschwäche, Fehlerhäufigkeit und Unfälle. Besonders gefährdet sind Beschäftigte in Produktionshallen, auf Baustellen, ältere Beschäftigte und Menschen mit Vorerkrankungen. Arbeitgeber sind verpflichtet, die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu schützen – und Hitze zählt ausdrücklich als Gefährdung. Um sich selbst vor Überhitzung zu schützen, sollten Beschäftigte z. B. die Flüssigkeitszufuhr erhöhen, auf leichte Kost achten und nicht benötigte technische Geräte ausschalten.
6 Praxistipps für wirksame Sensibilisierung
- Langfristige und sich wiederholende Maßnahmen haben sich bewährt. Bereiten Sie sich und Ihre Kollegen jedes Jahr systematisch auf den Sommer vor.
- Verbreiten Sie Ihre Botschaften immer über verschiedene Kanäle und Formate, wie Broschüren, persönliche Ansprache, Schulungen.
- Sämtliche Akteure im Arbeitskontext, wie z. B. Führungskräfte, Betriebsärzte und Fachkräfte für Prävention, können wertvolle Multiplikatoren sein. Gestalten Sie die Ansprache der Beschäftigten möglichst interprofessionell.
- Verwenden Sie für die Informationsübermittlung etablierte Kommunikationswege wie das Intranet, Dienstbesprechungen, Unterweisungen oder Gefährdungsbeurteilungen.
- Beteiligen Sie die Beschäftigten an der Identifikation von Gefährdungen, entwickeln Sie gemeinsam Schutzmaßnahmen und überprüfen Sie regelmäßig die Akzeptanz und Wirksamkeit.
- Schärfen Sie das Bewusstsein für Hitzeschutz schon während der Ausbildung.
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