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Immer mehr „Babyboomer“ resignieren, immer mehr der „Generation Z“ suchen neue Wege

Immer öfter beobachte ich dieselbe Szene: Der erfahrene Mitarbeiter kurz vor der Rente sagt kaum noch etwas in den Besprechungen, macht nur noch das Nötigste, zieht sich innerlich zurück. Daneben sitzt die junge Kollegin, die schnell Verantwortung will, mehr Sinn einfordert und starre Regeln offen infrage stellt. Das alles führt zu Belastungen – denn die Zahlen zeigen tatsächlich, dass Babyboomer immer öfter in die Frührente abwandern. 2024 waren es über 490.000, für 2025 und 2026 wird ein neuer Höchststand erwartet. Die psychische Gefährdungsbeurteilung kann hier eine Lösung sein.
Jürgen Loga

Jürgen Loga

30.04.2026 · 1 Min Lesezeit

Die Babyboomer resignieren dabei meistens leise und unauffällig. Viele von ihnen haben jahrzehntelang Leistung, Verlässlichkeit und Fachwissen eingebracht – und wenn sie dann erleben, dass ihre Erfahrung weniger zählt, Prozesse ständig digital umgebaut werden und ihre Rolle im Team unklar wird, entsteht eine psychische Belastung. Daraus resultiert der Rückzug – und der ist dann oft kein Desinteresse, sondern eine Form von Selbstschutz.

Die Generation Z geht anders damit um. Sie spricht Unzufriedenheit schneller an, fordert Flexibilität, Sinn und Beteiligung. Das ist nicht falsch, trifft aber in vielen Unternehmen auf Strukturen, die noch aus einer anderen Arbeitswelt stammen. Es wird dann schnell von Führungskräften die Taktzahl erhöht, die Digitalisierung umgesetzt, die KI eingeführt. Genau dann entstehen Reibungen, Missverständnisse und Konflikte zwischen den Generationen. Das Ergebnis lesen wir in den regelmäßigen Gesundheitsberichten: steigende Krankheitszahlen – sowohl physisch als auch psychisch ausgelöst.

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