Die Babyboomer resignieren dabei meistens leise und unauffällig. Viele von ihnen haben jahrzehntelang Leistung, Verlässlichkeit und Fachwissen eingebracht – und wenn sie dann erleben, dass ihre Erfahrung weniger zählt, Prozesse ständig digital umgebaut werden und ihre Rolle im Team unklar wird, entsteht eine psychische Belastung. Daraus resultiert der Rückzug – und der ist dann oft kein Desinteresse, sondern eine Form von Selbstschutz.
Die Generation Z geht anders damit um. Sie spricht Unzufriedenheit schneller an, fordert Flexibilität, Sinn und Beteiligung. Das ist nicht falsch, trifft aber in vielen Unternehmen auf Strukturen, die noch aus einer anderen Arbeitswelt stammen. Es wird dann schnell von Führungskräften die Taktzahl erhöht, die Digitalisierung umgesetzt, die KI eingeführt. Genau dann entstehen Reibungen, Missverständnisse und Konflikte zwischen den Generationen. Das Ergebnis lesen wir in den regelmäßigen Gesundheitsberichten: steigende Krankheitszahlen – sowohl physisch als auch psychisch ausgelöst.