Aus Unfällen lernen

Instandhaltungsarbeiten: Warum eine Extra-Gefährdungsbeurteilung Pflicht ist

Zu einem tödlichen Unfall kam es bei Instandhaltungsarbeiten in einem Abwassersammelbecken. Um die jährliche Reinigung durchzuführen, kletterte ein Beschäftigter in die 3 m tiefe Abwassergrube. Nach einer Stunde war er mit der Arbeit fertig. Er stieg nach oben und nahm seine Filtermaske ab. Da geschieht es: Der Mann stürzt plötzlich in die Grube zurück. Ein Kollege holt sofort Hilfe, worauf 2 weitere Kollegen zur Grube eilen.
Rafael de la Roza

Rafael de la Rosa

04.08.2026 · 2 Min Lesezeit

Als der Kollege wieder an der Unfallstelle eintraf, lagen auch die beiden zu Hilfe geeilten Kollegen leblos auf dem Grubenboden. Die kurz darauf eintreffende Feuerwehr konnte 2 der verunfallten Mitarbeiter nur noch tot bergen, der dritte kam mit schweren Vergiftungssymptomen ins Krankenhaus. Die Obduktion der Toten ergab: Sie waren durch Schwefelwasserstoffe ums Leben gekommen, sogenannte Faulgase, die sich am Grubenboden durch Zersetzung organischer Materie gebildet hatten. Das Tückische hierbei: Die Giftwirkung setzt schlagartig ohne Vorwarnung ein.

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