Frederic S., Berlin: „Ich bin Fachkraft für Arbeitssicherheit in einem Metallbaubetrieb. Mir ist aufgefallen, dass zwei Auszubildende morgens – vor allem nach Wochenenden – gleich mehrere Dosen Energy Drinks trinken. Ich habe die beiden einmal darauf angesprochen, doch ihre Antwort war: ‚Ihr trinkt doch auch alle Kaffee – das ist doch nichts anderes.‘ Jetzt frage ich mich: Ist das tatsächlich schon ein Suchtmittelproblem oder übertreibe ich hier?“
Werner Böcker: Ihre Beobachtung ist berechtigt. Energy Drinks enthalten hohe Mengen Koffein, oft kombiniert mit Zucker und weiteren stimulierenden Stoffen wie Taurin. Im Unterschied zu normalem Kaffee ist die Konzentration in kurzer Zeit deutlich höher, was Kreislauf, Herzfrequenz und Nervensystem stark belasten kann. Energy Drinks sind allerdings frei verkäuflich und gehören nicht in die gleiche Kategorie wie Alkohol oder illegale Drogen. Gefährdungen entstehen jedoch indirekt: