Schwerpunktthema

Künstliche Intelligenz im Arbeitsschutz: gleichzeitig Entlastung und Risiko

Sie ist da – leise, effizient und oft unsichtbar. Sie analysiert Daten, unterstützt bei der Gefährdungsbeurteilung, bereitet Unterweisungen vor, priorisiert Risiken und macht Vorschläge, die verdächtig vernünftig klingen. Spätestens ein Rundgang über die letzte A+A hat gezeigt: kaum eine Software, die nicht mit „KI-gestützter Gefährdungsbeurteilung“, „automatisierter Risikobewertung“ oder „intelligenter Präventionslogik“ wirbt. Doch damit ergeben sich neue Fragestellungen: Was macht der zunehmende KI-Einsatz mit Sicherheit, Gesundheit – und mit den Menschen, die die Verantwortung tragen?
Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

31.03.2026 · 7 Min Lesezeit

KI-Anwendungen kommen selten als große Revolution daher. Sie stecken in Software für Gefährdungsbeurteilungen, in Wartungs- und Instandhaltungssystemen, in Schichtplanungstools oder in Assistenzsystemen, die Risiken priorisieren. Häufig nutzen wir sie bereits, ohne sie als „KI“ wahrzunehmen. Ihr gemeinsames Versprechen lautet: Entlastung – und diese bieten sie auch.

KI denkt schnell und sieht viel

Richtig eingesetzt kann KI einen echten Beitrag zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit leisten, denn bei bestimmten Aufgaben hat sie uns Menschen gegenüber die Nase klar vorn: Sie kann riesige Datenmengen in kurzer Zeit auswerten, Muster in Unfall- und Beinahe-Unfalldaten erkennen, Hinweise auf Risiken liefern, bevor es zu Störungen oder Unfällen kommt, und sie kann bei Routinetätigkeiten unterstützen – etwa bei der Dokumentation oder Strukturierung von Informationen. Für uns Sifas bedeutet das im besten Fall: weniger Zeit für formale Pflichtübungen, mehr Zeit für Bewertung, Kommunikation und Prävention. KI kann helfen, den Blick zu schärfen und die Zusammenhänge sichtbar zu machen, die dem menschlichen Auge sonst entgehen.

Sie haben noch keinen Zugang?

Testen Sie ‚Arbeitssicherheit & Gesunheitsschutz aktuell‘ 30 Tage GRATIS und profitieren Sie von:

  • Updates zu rechtlichen Änderungen, Verordnungen und Normen, sodass Sie immer genau wissen, ob sich Anforderungen auf Ihren Betrieb auswirken.
  • Impulsen der Fachexperten, die ihre Erfahrungen aus der Praxis mit Ihne teilen. So fällt es Ihnen leicht, Argumente zu formulieren, um Ihre Arbeitsschutzmaßnahmen intern durchzusetzen.
  • Praktischen Checklisten, Mustern und Vorlagen, die Ihnen Sicherheit geben, dass Sie bei wichtigen Aufgaben an alles gedacht haben.