- Vor 125 Jahren arbeiteten Fabrikarbeiter in Deutschland im Schnitt über 60 Stunden pro Woche – bei nur einem freien Tag im Monat. Erst 1918 wurde mit der Einführung des 8-Stunden-Tags ein zentrales Arbeitsschutzziel erreicht.
- In den 1950er-Jahren war eine 48-Stunden-Woche in vielen Branchen noch selbstverständlich. Die 5-Tage-Woche setzte sich erst ab Mitte der 1960er-Jahre flächendeckend durch.
- Heute liegt die durchschnittliche Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten in Deutschland bei rund 1.340 Stunden pro Jahr. Das entspricht etwa 35 Stunden pro Woche. Damit zählt Deutschland weltweit zu den Ländern mit der kürzesten Jahresarbeitszeit.
- In Mexiko hingegen liegt die durchschnittliche Jahresarbeitszeit bei rund 2.200 Stunden. Das sind 860 Stunden mehr als in Deutschland – umgerechnet etwa 21 zusätzliche Arbeitswochen. Mehr gibt es nur noch in Kambodscha und Myanmar (ca. 2.500 Stunden).
- Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin werden in Deutschland jedes Jahr rund 900 Millionen Überstunden geleistet – mehr als die Hälfte davon unbezahlt.
- Nach einer Umfrage der DAK-Gesundheit lässt fast jeder dritte Beschäftigte seine Pausen häufig ausfallen oder verkürzt sie deutlich – meist weil der Arbeitsdruck zu hoch ist.
- Statistiken zeigen: Nach 10 Stunden Arbeit verdoppelt sich das Risiko eines Arbeitsunfalls. Nach 12 Stunden ist es sogar 4-mal so hoch wie zu Schichtbeginn.
- Ein Lkw-Fahrer aus Nordrhein-Westfalen wurde 2022 nach über 28 Stunden Lenkzeit am Stück gestoppt. Das Bußgeld dafür betrug 240 Euro. Der Fahrer war körperlich völlig erschöpft.
- Laut der Internationalen Arbeitsorganisation arbeitet weltweit mehr als ein Drittel aller Beschäftigten regelmäßig über 48 Stunden pro Woche – trotz gesetzlicher Höchstgrenzen in fast allen Ländern.
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