Aus Unfällen lernen

Lebensgefährliches Hängetrauma: Nach 30 Minuten kann es zu spät sein!

Jeder dritte tödliche Arbeitsunfall ist durch Absturz bedingt. Dagegen sollen Absturzsicherungen bei Arbeiten in großer Höhe schützen, wie z. B. an Fernmeldemasten. Was jedoch viele nicht wissen: Selbst wer nach einem freien Fall unverletzt in seinem Auffanggurt schwebt, ist noch nicht außer Gefahr. Wenn er nicht schnellstens wieder festen Boden unter die Füße bekommt, droht das sogenannte Hängetrauma, das oft tödlich endet.
Rafael de la Roza

Rafael de la Roza

11.09.2026 · 1 Min Lesezeit

Unter einem Hängetrauma versteht man einen Kreislaufzusammenbruch aufgrund des freien, bewegungslosen und aufrechten Hängens in einem Auffanggurt. Dabei drückt das Eigengewicht über die Beine und das Gesäß auf die Gurte. Die Venen werden zusammengepresst und der Blutrückstrom behindert. Lebenswichtige Organe wie Gehirn und Lunge sind nicht mehr richtig versorgt. Bereits nach 2–12 Minuten können Bewusstlosigkeit und Herzrhythmusstörungen, innerhalb von 30 Minuten der Tod eintreten. Zudem droht bis zu 2 Tage nach der Befreiung aus dem Gurt noch immer ein akutes Nierenversagen – die häufigste Todesursache nach der Bergung aus längerem freiem Hängen.

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