Unter einem Hängetrauma versteht man einen Kreislaufzusammenbruch aufgrund des freien, bewegungslosen und aufrechten Hängens in einem Auffanggurt. Dabei drückt das Eigengewicht über die Beine und das Gesäß auf die Gurte. Die Venen werden zusammengepresst und der Blutrückstrom behindert. Lebenswichtige Organe wie Gehirn und Lunge sind nicht mehr richtig versorgt. Bereits nach 2–12 Minuten können Bewusstlosigkeit und Herzrhythmusstörungen, innerhalb von 30 Minuten der Tod eintreten. Zudem droht bis zu 2 Tage nach der Befreiung aus dem Gurt noch immer ein akutes Nierenversagen – die häufigste Todesursache nach der Bergung aus längerem freiem Hängen.
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