Schwerpunktthema

Mehr als höhenverstellbare Tische und Hebehilfen – Ergonomie als Gesamtkonzept

Noch immer wird Ergonomie oft auf die richtige Sitzhaltung am Bildschirm oder die Bereitstellung einer Hebehilfe reduziert. Doch Ergonomie umfasst weit mehr: Es geht um die gesamtheitliche, menschengerechte Gestaltung von Arbeit. Dazu gehört die passende Körperhaltung ebenso wie der Schutz vor Lärm, Hitze oder Stress. Ziel ist es, die Beschäftigten nicht zu zwingen, sich an die Arbeit anzupassen, sondern die Arbeit an den Bedürfnissen des Menschen zu orientieren. Die DGUV-Information 209-098 liefert hier einen praxistauglichen Leitfaden für ergonomische Arbeitsplatzgestaltung.
Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

03.02.2026 · 4 Min Lesezeit

In Zeiten des demografischen Wandels wird es für Unternehmen immer wichtiger, die Ressource Mensch zu schonen und Beschäftigte lange gesund im Betrieb zu halten. Die alterns- und altersgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen ist keine Frage von „Extra-Würsten“ für die Beschäftigten – sie ist gelebte Nachhaltigkeit. Gute Ergonomie bedeutet, die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten oder sogar zu verbessern. Sie hat damit einen direkten Einfluss auf deren Leistungsfähigkeit und damit auch auf den Erfolg des Unternehmens. Ergonomische Arbeitsplätze kommen dabei allen zugute: älteren wie jüngeren, neuen wie erfahrenen Mitarbeitenden.

Arbeitsplätze sollten dem Menschen gerecht werden – nicht umgekehrt

​Ergonomische Arbeitsgestaltung oder auch „menschengerechte Gestaltung“ bedeutet, Arbeit so zu organisieren, dass sie sicher, gesund und dauerhaft machbar bleibt. Sowohl ein „Zuviel“ als auch ein „Zuwenig“ kann auf Dauer krank machen: Zu schwere körperliche Arbeit überfordert, monotone Aufgaben unterfordern, ständiger Zeitdruck stresst. Bei der Bewertung hilft das „Belastungs-Beanspruchungs-Modell“. Es unterscheidet zwischen:

Sie haben noch keinen Zugang?

Testen Sie ‚Arbeitssicherheit & Gesunheitsschutz aktuell‘ 30 Tage GRATIS und profitieren Sie von:

  • Updates zu rechtlichen Änderungen, Verordnungen und Normen, sodass Sie immer genau wissen, ob sich Anforderungen auf Ihren Betrieb auswirken.
  • Impulsen der Fachexperten, die ihre Erfahrungen aus der Praxis mit Ihne teilen. So fällt es Ihnen leicht, Argumente zu formulieren, um Ihre Arbeitsschutzmaßnahmen intern durchzusetzen.
  • Praktischen Checklisten, Mustern und Vorlagen, die Ihnen Sicherheit geben, dass Sie bei wichtigen Aufgaben an alles gedacht haben.