10 entscheidende Tipps für den richtigen Umgang mit Blinden- oder Therapiehunden in Ihrer Praxis
- Bitten Sie Ihre Patienten, Sie im Vorfeld darüber zu informieren, dass sie einen Blinden-/Therapiehund mit in Ihre Praxis bringen.
- Achten Sie darauf, dass nur speziell ausgebildete Führungshunde Ihre Praxis betreten. Diese Tiere sind nicht nur gehorsam, sondern auch gut ausgebildet, sodass andere Patienten oder Sie selbst bzw. Ihre Kollegen nichts zu befürchten haben.
- Zur Sicherheit lassen Sie sich von Ihren Patienten den Blindenführhundeausweis vorlegen. Zusätzlich erhalten Assistenzhunde neben dem Ausweis auch ein Kennzeichen mit dem Assistenzhund-Logo.
- Die Führungshunde werden einem regelmäßigen Gesundheitscheck unterzogen – meist jährlich. Lassen Sie sich das aktuelle Gesundheitszeugnis des durchführenden Tierarztes vorlegen und scannen Sie dieses ein. Aktualisieren Sie dieses in regelmäßigen Abständen.
- Zusätzlich lassen Sie Ihre Patienten bestätigen, dass der Hund gesund ist. Das heißt Fieber, gastrointestinale Erkrankungen, Flöhe, Läuse, Zecken oder Hautläsionen müssen ausgeschlossen sein.
- Weisen Sie Ihren Patienten darauf hin, dass die Fütterung des Hundes innerhalb der Praxisräume generell untersagt ist, um die Hygienevorschriften einzuhalten und eine ruhige Atmosphäre für alle Patienten zu gewährleisten.
- Weder Sie, einer Ihrer Kollegen oder Ihr Chef sollten den Hund streicheln oder mit ihm spielen. Falls es doch zu einem Handkontakt zwischen einer Person aus dem Praxisteam und dem Hund gekommen ist, sind die Hände anschließend gründlich zu waschen und zu desinfizieren.
- Bei wetterbedingten Verunreinigungen ist der Hund samt Pfoten abzutrocknen bzw. zu reinigen; dies sollte der Patient selbst tun. Bei Bedarf händigen Sie Ihrem Patienten Einmalhandtücher aus.
- Informieren Sie die betreffenden Patienten schon im Vorfeld darüber, dass sich der Hund nur im Warte- und Sprechzimmer aufhalten darf. In der Regel ist es nicht möglich, ihn mit in Behandlungs- und Funktionsräume zu nehmen.
- Klären Sie ab, wo der Hund während der Behandlung warten kann (z. B. vor der Tür des Behandlungsraumes). Lassen Sie ihn nicht allein im Wartezimmer. Vielleicht kann Ihr Patient zu den Behandlungsterminen eine Vertrauensperson mitbringen, die auf den Hund aufpasst.
Sie haben noch keinen Zugang?
Testen Sie ‚Arbeitsschutz und Hygiene im Gesundheitswesen‘ 30 Tage GRATIS und profitieren Sie von:
- Immer informiert: Aktuelle Vorschriften und Hygiene-Richtlinien speziell für das Gesundheitswesen – leicht verständlich und direkt umsetzbar.
- Praktische Lösungen: Handlungsempfehlungen und Strategien, um Arbeitsunfälle und Hygieneprobleme effektiv zu vermeiden.
- Sofort einsatzbereit: Checklisten, Vorlagen und Schulungsmaterial, die Ihre Hygienestandards auf ein neues Niveau heben.
- Fachwissen aus der Praxis: Experten-Tipps und Best Practices aus führenden Einrichtungen – so setzen Sie Arbeitsschutz und Hygiene perfekt um.
