Brandschutz

Mythos brennende E-Autos: Feuerwehr & KIT räumen auf

Anfang November 2025 lies mich ein Interview im Podcast „Geladen – der Batteriepodcast” aufhorchen. Im Beitrag „Feuerwehr redet Klartext: Sicherheitsrisiko brennende E-Autos“ standen Christian Emrich von der Berufsfeuerwehr Freiburg und Prof. Helmut Ehrenberg (Karlsruher Institut für Technologie) als Gesprächspartner Rede und Antwort.
Oliver Kienzler

Oliver Kienzler

23.01.2026 · 1 Min Lesezeit

Elektroautos gelten oft als besonderes Brandrisiko – ein hartnäckiges Vorurteil, das die beiden Interviewpartner klar widerlegen. Sowohl Christian Emrich als auch Prof. Ehrenberg betonten im Gespräch, dass E-Autos nicht häufiger brennen als Verbrenner, sondern deutlich seltener. Sie verwiesen dabei auf internationale Untersuchungen, unter anderem aus Schweden und den USA. Nach diesen Studien fangen E-Autos je nach Datenbasis fünf- bis fünfzigmal seltener Feuer. US-Daten von 2020 belegen 100 Brände pro Milliarde Kilometer bei Verbrennern, aber nur drei bis vier bei E-Autos.

Versicherungsstatistiken bestätigen diese Tendenz: Von 100.000 Elektroautos brennen rund 25, bei Verbrennern hingegen über 1.500. Im Podcast erklärten die Fachleute außerdem, warum die Gefahr für Ersthelfer häufig überschätzt wird. Moderne Batterien sind mit ausgefeilten Sicherheitssystemen ausgestattet, die Hochvoltleitungen im Ernstfall automatisch trennen. Ersthelfer müssen daher keinen Stromschlag fürchten. Die Fahrzeuge enthalten lediglich kleine Batteriezellen mit ungefährlicher Niedrigspannung.

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