Die Gefährdung durch Infektionskrankheiten nimmt zu: Wärmere Sommer und milde Winter fördern Mücken, Zecken und vektorübertragene Krankheiten. Besonders betroffen sind Beschäftigte im Freien, etwa auf dem Bau, im Garten- und Forstbau oder auf Logistikflächen.
3 zentrale Entwicklungen für Ihre Unterweisung
- Neue Arten etablieren sich: Steigende Temperaturen und globaler Warenverkehr fördern invasive Arten. Die Asiatische Tigermücke ist inzwischen in mehreren Regionen Deutschlands nachgewiesen und kann Dengue (tropische Virusinfektion) übertragen. Auch neue Zeckenarten breiten sich aus und erhöhen die Infektionsrisiken im Arbeitsalltag.
- Risikogebiete verschieben sich: FSME-Risikogebiete breiten sich aus, das West-Nil-Virus tritt in neuen Bundesländern auf. Gefährdungsbeurteilungen müssen daher regelmäßig regional angepasst werden.
- Die Expositionsdauer steigt: Mildere Winter und längere Sommer verlängern die Aktivitätszeiten von Vektoren. Zecken können nahezu ganzjährig auftreten, Mückenperioden dauern länger. Zusätzlich treten neue gefährliche Insekten wie der Eichenprozessionsspinner häufiger auf.
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