Gesundheitsschutz

Präsentismus: Wenn Anwesenheit mehr Schaden als Nutzen bringt

Krank zur Arbeit? Viele Beschäftigte tun es – aus Pflichtgefühl, Angst vor Konsequenzen oder weil sie denken, unverzichtbar zu sein. Beschäftigte, die im Homeoffice arbeiten können, haben oft das Gefühl, es werde sogar erwartet, dass sie sich trotz „kleiner Wehwehchen“ an den Laptop setzen. Das Wort für dieses Phänomen ist „Präsentismus“ und dieser hat gravierende Folgen, nicht nur für die Gesundheit der Betroffenen und die Arbeitssicherheit, sondern auch für die Produktivität des Unternehmens. Lesen Sie, warum dies so ist und wie Sie als Verantwortliche argumentieren können, um ein Umdenken anzustoßen.
Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

05.05.2025 · 3 Min Lesezeit

Lange Zeit waren vor allem krankheitsbedingte Ausfalltage im Fokus der Betriebe, doch inzwischen reift die Erkenntnis, dass die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Nachteile des Präsentismus, also des Arbeitens trotz Krankheit, noch schwerer wiegen. So zitiert die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) eine Studie, dass krank zur Arbeit gehende Mitarbeitende doppelt so hohe Kosten verursachen wie Kranke, die zu Hause bleiben.

Wenn Beschäftigte krank arbeiten, hat dies auch Nachteile für den Betrieb

Wer sich nicht gut fühlt, kann weniger Leistung abrufen, ist unkonzentrierter, macht eher Fehler und hat ein höheres Unfallrisiko. Der Arbeitseinsatz kann den Genesungsprozess verlängern oder sogar den Krankheitsverlauf verschlimmern. Hinzu kommen psychische Belastungen, die in Depressionen oder im Burn-out enden können. Das Risiko, dass Beschäftigte akute Erkrankungen nicht auskurieren und diese letztlich chronisch werden, steigt.

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