Aus Unfällen lernen

Risikofaktor Arbeiten auf dem Dach – „nur mal kurz hoch“ kann tödlich enden

„Da geht doch nur ein-, zweimal im Jahr jemand hoch …“ – ein Satz, der mir in der Praxis regelmäßig begegnet, wenn die Schutzmaßnahmen gegen Absturz zur Diskussion stehen. Und ein Satz, der das Risiko gefährlich verharmlost. Denn Abstürze aus großer Höhe gehören weiterhin zu den schwersten Arbeitsunfällen – oft mit tödlichem Ausgang. Gerade weil diese Tätigkeiten selten stattfinden, fehlen häufig sowohl technische Sicherungen als auch die notwendige Routine.
Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

09.06.2026 · 2 Min Lesezeit

Fast ein Drittel aller tödlichen Arbeitsunfälle entfiel in den letzten Jahren statistisch gesehen auf Absturz- und Durchsturzunfälle, u. a. stürzten zahlreiche Betroffene von oder durch Dachflächen.

Die meisten Absturzunfälle von Dächern sind nach innen gerichtet

Anders als vielleicht oft vermutet, lag der Schwerpunkt bei Abstürzen nach innen, also in das Gebäude hinein. Ursache hierfür ist, dass Beschäftigte durch nicht tragfähige bzw. nicht durchsturzsichere Bauteile wie Lichtbänder, Lichtkuppeln, Treppenöffnungen oder Dachplatten stürzten.

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