Praxisfall

Sicherheit bei E-Scootern im Betrieb bedeutet: beide Hände am Lenker

E-Scooter wirken harmlos: klein, wendig, praktisch. Gerade in großen Versand- und Logistikbereichen können sie lange Wege verkürzen. Doch genau darin liegt die Tücke. Wer ein betrieblich genutztes Fahrzeug wie ein Freizeitgerät behandelt, unterschätzt Geschwindigkeit, Bremsweg und Fahrphysik. Dieser Praxisfall zeigt, warum „nur mal schnell“ im Betrieb keine sichere Verkehrsregel ist.
Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

16.06.2026 · 1 Min Lesezeit

Spätschicht im Versandzentrum. Zwischen Packplätzen, Toren und Lagerzonen ist viel los. Der Boden ist stellenweise noch feucht, die Sicht zwischen den Regalreihen wechselhaft. Ein Mitarbeiter nutzt für eine kleine Sendung den E-Scooter. Die Kiste hält er in der linken Hand, mit der rechten lenkt er. In einer Kurve kreuzt ein Fußgänger den Fahrweg, gleichzeitig öffnet sich seitlich eine Tür. Der Fahrer bremst abrupt, das Vorderrad verliert die Haftung, der Scooter rutscht weg. Der Mitarbeiter stürzt gegen eine Kante, der Fußgänger stolpert beim Ausweichen und verletzt sich am Knie. Kleine Räder verzeihen wenig.

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