Auch für einen wirksamen Brandschutz in Kernkraftwerken wird bereits in der Planungsphase der Grundstein gelegt. Kraftwerksgebäude werden in Brandabschnitte gegliedert, die durch feuerbeständige Mauern, Türen und Abschottungen voneinander getrennt sind. Diese Architektur soll verhindern, dass sich ein Feuer unkontrolliert ausbreitet. Kabelkeller, Turbinenhallen, Schaltanlagen und Transformatorfelder werden räumlich so voneinander getrennt, dass Zeit gewonnen wird – Zeit, die im Ernstfall über den Umfang eines Schadens entscheidet. Transformatorenbereiche sind mit Auffangwannen ausgestattet, um brennendes Isolieröl zurückzuhalten, während Rauch- und Wärmeabzüge in größeren Hallen die Hitze im Falle eines Brandes schnell nach außen führen. Diese baulichen Maßnahmen sind wichtige Helfer, die im Hintergrund unbemerkt dafür sorgen, dass ein lokales Ereignis nicht zur systemischen Gefahr wird.
Technik, die Brände stoppt
Technische Brandschutzsysteme bilden die zweite wesentliche Säule. Automatische Brandmeldeanlagen überwachen die unterschiedlichsten Bereiche eines Kraftwerks – von Kabeltrassen über Förderbänder bis hin zu Turbinenhauben. Funkenmelder in Förderanlagen erkennen Glut in Kohle- oder Biomasseförderbändern und lösen sofort feinen Wassernebel aus, um eine mögliche Explosion oder ein Bandfeuer zu verhindern. In Gas- und Dampfkraftwerken schützen CO2- oder Inertgaslöschanlagen besonders sensible Bereiche wie Turbinenabdeckungen oder Generatorräume. Diese Systeme entziehen dem Brand den Sauerstoff und wirken so schnell und effektiv. In Transformatorfeldern kommen häufig Schaumlöschanlagen zum Einsatz, da Schaum in der Lage ist, brennendes Öl zu ersticken. Kabelräume werden mit Ansaugrauchmeldern überwacht, die selbst minimale Rauchpartikel erkennen und so ein frühes Eingreifen ermöglichen.
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